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„Päpstin“ Sabrina Weckerlin über ihr Hameln-Gastspiel

„Ich mag die kleinen Gassen und schönen Läden“

Hameln. Sie ist bildhübsch, fröhlich, charmant, sympathisch – und hochbegabt: Sabrina Weckerlin zählt zur ersten Garde der deutschen Musical-Künstlerinnen und hat sich mit ihrer großartigen Stimme längst auch international einen Namen gemacht. Jetzt gastiert die gebürtige Furtwangerin einen Monat lang am Hamelner Theater: Sie ist die Hauptdarstellerin im „Päpstin“-Musical. Schon mit sieben Jahren hat Sabrina Tanzunterricht genommen, mit elf begann sie eine klassische Gesangsausbildung. Mit 15 sang sie in einer Rock-Popband und schrieb ihre eigenen Songs. Ein Jahr später gewann sie bei „Jugend musiziert“, mit 17 erhielt sie in Hamburg ihre Musical-Ausbildung als jüngste Schülerin im ersten Jahrgang der Joop- van-den-Ende-Academy. Seither macht sie immer wieder in großen Musical-Produktionen auf sich aufmerksam, erntet eine begeisterte Kritik nach der anderen.

veröffentlicht am 16.08.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 18:21 Uhr

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Autor:

Karin Rohr
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Frau Weckerlin, vier Wochen stehen Sie jetzt in der Rattenfängerstadt auf der Theaterbühne. Sind Sie zum ersten Mal in Hameln?

Bis auf den Pressetermin in der Krypta – ja. Aber damals habe ich von Hameln gar nichts gesehen. Erst jetzt komme ich dazu. Es ist eine supertolle Stadt. Ich mag die historischen Häuser und kleinen Gassen, die Mischung aus Kleinstadt und schönen Läden. Und ich sitze gern in Straßencafés.

Die „Päpstin“ ist eine ungewöhnliche Rolle, die Sie jetzt bereits im zweiten Jahr spielen. Was fasziniert Sie daran?

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Ich finde es fantastisch, dass man bei der Spotlight Musicalproduktion in Fulda so kreativ mitwirken kann. Dennis Martin, der Komponist, kennt mich und meine Stimme gut und hat mir viele Songs auf den Leib geschrieben. Auch an der Entwicklung der Musical-Figur konnte ich mitwirken. Klar, das tut man als Darsteller irgendwie immer, aber wenn ein Musical so wie dieses neu entsteht, hat man einfach noch viel mehr Möglichkeiten, Einfluss zu nehmen.

Die „Päpstin“ ist ja ein historisches Thema, wenn auch fiktiv …

Ja, aber ich glaube, dass es ein Thema ist, dass nie alt wird, wenn man allein nur an die Diskussion um Frauenquoten in Firmen denkt. Frauen müssen sich auch heute noch durchsetzen und behaupten. Das „Päpstin“-Thema bleibt wohl immer aktuell.

Gibt es etwas, das Ihre Rolle besonders schwierig macht?

Ach, besonders schwierig würde ich so nicht sagen. Aber es ist ein sehr emotionaler Stoff. Den zweimal am Tag zu spielen, ist schon eine große Herausforderung.

In Fulda waren es zwölf Aufführungen pro Woche, in Hameln zum Glück „nur“ acht. Aber über drei Stunden volle Leistung zu bringen – wie hält man sich da fit?

Bei nur einer Show pro Tag hat man noch Zeit für Fitness-Programme. Bei zwei Shows nicht mehr. Aber, ehrlich gesagt, auch zwei Aufführungen hintereinander machen mir nichts aus. Ich habe Spaß daran, ich liebe meinen Beruf.

Hilft Sport, in Form zu bleiben?

Na ja, eigentlich bin ich sehr faul, aber diszipliniert. Vor längeren Engagements gehe ich schon ins Fitness-Studio. Und wenn ich nicht unter Vertrag bin, laufe ich – als Kind aus dem Schwarzwald – auch Ski. Aber die Bühne ist praktisch schon Sport. Ich bin tanze, bin ständig in Bewegung, es wird sehr viel körperliche Aktion verlangt. Und es ist auch eine große körperliche Belastung.

Bleibt überhaupt noch Zeit für Hobbys?

Ich liebe Essen und Kino. Und ich bin ein sehr geselliger Mensch.

Sie haben ja schon in sehr jungen Jahren Bühnenerfahrung gesammelt …

Ich wollte immer Musik machen, habe getanzt und Klarinette gespielt und immer gesungen. Die erste Hürde war natürlich, die Aufnahmeprüfung in Hamburg zu bestehen und das Stipendium für die Musical-Ausbildung zu bekommen. Und das war erst der Anfang. Ich bin ein sehr selbstkritischer Mensch.

Wenn Sie sich einen Wunsch erfüllen könnten, welche Musical-Rolle wäre für Sie ein Traum?

Ich freue mich über alles, was kommt, vor allem aber auf Herausforderungen. Am wichtigsten ist, dass man gesund ist und die Stimme erhalten bleibt. Zum Glück habe ich durch die frühe Gesangsausbildung eine gute Technik erlernt. Ich habe Stimmbänder aus Stahl. Nur auf Rauch reagiere ich empfindlich. Dann bekomme ich eine Stimme wie Joe Cocker.

In der Musical-Szene sind Sie ein Star, könnte Sie auch der Film reizen?

Auf jeden Fall. Ich finde die Schauspielerei total spannend und die „Päpstin“ ist ja auch schon sehr schauspiellastig.

Werden Sie in Hameln auf Entdeckungsreise gehen?

Ja, ich möchte die Stadt unbedingt kennenlernen. Und das Museum. Ich möchte bummeln und entspannen. Und ich finde den Fluss, die Weser, so schön.

Ein Video von Sabrina Weckerlin finden Sie auf dewezet.de.



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