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SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil verteilt rote Rosen – und lässt Linkspartei ein Hintertürchen offen

„Ich halte nichts von Ausschließeritis“

Hameln. Für ihn soll es am Sonntag ab 18 Uhr rote Rosen regnen. Stephan Weil will Niedersachsens neuer Ministerpräsident werden. Gestern verteilte der Spitzenkandidat der Sozialdemokraten rote Rosen in der Fußgängerzone und bat die Beschenkten um ihre Stimme.

veröffentlicht am 17.01.2013 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 19:41 Uhr

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Hans-Joachim-Weiß-Redakteur-Lokales-Hameln-Dewezet

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„Hameln ist eine wichtige Stadt in Niedersachsen“, sagt der SPD-Politiker bei seiner Ankunft vor der SPD-Geschäftsstelle in der Heiliggeiststraße. Er ist gerade froh gelaunt einem signalroten VW Passat mit dem Kennzeichen H – GO 2013 entstiegen. Auf ihn warten bereits die Landtagskandidaten Ulrich Watermann, Heiner Bartling und Sabine Tippelt sowie die „Roten Socken“; eine Vereinigung ehemaliger sozialdemokratischer Mandatsträger wie die einstigen Landtagsabgeordneten Ernst- August Wolf, Klaus Nolting, Christel Thielke oder Hamelns Ex-Bürgermeister Herbert Rode. Sie alle haben Körbe mit Rosen dabei – 300 Stück an der Zahl – und wollen Weil bei seinem Wahlkampftermin in Hameln assistieren. Später gesellen sich noch Hamelns Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann und Bad Pyrmonts Verwaltungschefin Elke-Christina Roeder hinzu.

Und der Spitzenkandidat geht gleich in die Vollen. „Rote Rosen und die SPD – das passt doch prima zusammen: Es sind beides sehr edle Gewächse“, meint der amtierende Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover. Er habe die Erfahrung gemacht, „dass diese Blumen Freude verbreiten“, wie Weil erklärt. Rosen eröffneten die Möglichkeit zu guten Gesprächen.

Und die wird Stephan Weil bei seinem Aufenthalt in Hameln gut eine Stunde lang führen. Mit großer Ernsthaftigkeit, aber auch mit viel Humor. Um seine Rosen an die Frau oder an den Mann zu bringen, geht der Spitzenkandidat auch in Geschäfte und Restaurants. Im Dewezet-Café wird Weil von Hartmut Kinser angesprochen. „Wenn Sie auf eine Waffengebühr verzichten, kriegen Sie 50 000 Stimmen mehr“, erklärt ihm der zufällig anwesende Aerzener Hegeringleiter. „Das mache ich. Großes Indianer-Ehrenwort“, verspricht Weil und streckt Kinser die Hand aus. Der schlägt ein und eilt nach Hause: „Ich werde jetzt eine Rundmail an alle Kollegen verschicken.“

Ein solches Versprechen will Weil bezüglich eines rot-rot-grünen Bündnisses im Land allerdings auch in Hameln nicht geben. Er glaubt vielmehr, dass sich diese Frage nicht stellen wird: „Jede Stimme für die Linke ist am Ende eine für McAllister. Ich muss mich nicht mit theoretischen Fällen abplagen – mit Fällen, die nicht eintreten werden.“ Was aber hindert ihn, eine klare Aussage zu machen? Der Spitzenkandidat gegenüber der Dewezet: „Weil man unter demokratischen Parteien immer klar miteinander reden muss. Ich halte nichts von Ausschließeritis.“

Ein Video von Stephan Weils Wahlkampfauftritt in Hameln finden Sie auf www.dewezet.de.



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