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Frank Himmer, neuer Leiter der Riepenburg, über Waschbären, Stockbrot und sportliche Zukunftspläne

„Ich fühle mich hier wie zu Hause“

Groß Berkel. Auf dem Gelände der Riepenburg gibt es viel zu entdecken: einen Käfig mit Waschbären, einen Werkraum, viele Außenspielgeräte und natürlich jede Menge Wald. Ein Highlight in Frank Himmers neuem Beruf ist es, mit den Kindern zusammen die Waschbären zu füttern. „Wie dabei Kinderaugen strahlen, ist unschlagbar.“ Der 45-Jährige ist der neue Heimleiter des Landschulheims Riepenburg in Groß Berkel. Seit Oktober ist der gebürtige Hannoveraner im Dienst.

veröffentlicht am 15.03.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 20:41 Uhr

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Autor:

Corinna Zipplies
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Himmer führt, seitdem er ein Kind ist, ein sportliches Leben. Er war das jüngste von sieben Kindern, darunter fünf Jungen. Alle fünf spielten Rugby. Als Himmer vier Jahre alt war, begann er mit dem Sport. „Als ich zur Welt kam, hatte ich wahrscheinlich schon einen Rugby-Ball in der Hand“, erzählt Himmer lachend. Er gewann etliche Meisterschaften sowie Pokalspiele. Doch mit 35 Jahren kam dann das Aus: Wegen einer Verletzung musste Himmer mit dem Rugbyspielen aufhören. Nach dem Karriereende fing er als Schiedsrichter in der Rugby-Bundesliga an und pfiff sogar international. Außerdem unterrichtete er als Koordinator an Schulen den Rugby-Unterricht. Ihm machte die Arbeit mit den Kindern so viel Spaß, dass er beschloss, sich auf die freie Stelle des Heimleiters der Riepenburg zu bewerben. „Als ich von Frank Himmers Vergangenheit gehört habe, habe ich nur gedacht: Der kann den Job gut bewältigen, da er so sportlich ist“, erzählt Peter Stauß, Teamleiter im Fachbereich Schulen der Region Hannover.

In der Riepenburg sind fünf Mitarbeiter tätig. Laut Himmer halten alle gut zusammen und es besteht eine „familiäre Atmosphäre“. Himmer liebt die Natur und findet „sein neues Stück Land“ großartig. Er genieße die Ruhe – und dass er für sich alleine sei. „Jeden Morgen, wenn ich zur Arbeit fahre, steht auf der Straße ein Reh. Es scheint mir so, als ob es mich begrüßen will“, sagt Himmer lachend und stellt die Frage, wo man so etwas heutzutage noch erlebe? „Manche Kinder haben so eine Natur vorher noch nie gesehen“, sagt auch Stauß.

Auf der Internetseite der Riepenburg gibt es verschiedene Pauschalangebote, aus denen Gäste wählen können. Die Gruppen können aber auch selbst ihren Urlaub planen und Aktivitäten vorschlagen. Himmer und sein Team versuchen, die Wünsche dann umzusetzen. „Die Kinder erhalten von uns eine Rundumbetreuung“, sagt der neue Heimleiter. Wenn mal keine Gruppen im Landschulheim sind, sucht er den Kontakt zu Schulen und bespricht, welches Programm zu welcher Klasse passen könnte. „Es wird hier nie langweilig“, sagt Himmer. Von Stockbrot backen bis zur Nachtwanderung zum Klütturm – das Programm sei vielseitig. „Ich möchte, dass die Erlebnisse positiv in Erinnerung bleiben und dass die Kinder den Urlaub nie vergessen“, sagt er.

Laut Himmer werden die Angebote gut angenommen. Dies bestätigen die Belegungszahlen aus dem Jahr 2013. Die Anzahl der Übernachtungen stieg seit 2009 um 1000 an. Im vergangenen Jahr zählte die Riepenburg mehr als 8000 Übernachtungen, die meisten in den Monaten Mai, Juli und September. Schulgruppen nutzten die Angebote am häufigsten, 96 Prozent davon kommen aus Grundschulen.

Himmer hat viele Ideen, die er nicht nur planen, sondern auch umsetzen möchte. Er will die Kinder an das Rugby-Spielen heranführen. Laut Himmer fängt jeder bei diesem Spiel bei null an und alle haben die gleichen Chancen. Auf die Frage, ob dieser Sport auch was für Mädchen ist, antwort Himmer: „Auf jeden Fall! Mädchen sind koordinierter. Jungen hingegen verstehen nicht, dass man den Ball nur nach hinten spielen darf, da sie es vom Fußball-Spielen anders kennen“, sagt Himmer.

Außerdem möchte er mit der Schiedsrichter-Tätigkeit „so gut es geht“ weitermachen. „Es ist wahrscheinlich gar nicht so schlecht, ein bisschen ruhiger zu werden.“



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