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Zwölf Menschen mit Behinderungen arbeiten gut integriert in Hamelner Firma

„Ich fühle mich als Teil des Teams“

Hameln (jch). Vorsichtig nimmt Arnd Hagedorn die Metallplatte, die später mal die Frontplatte eines Schaltschrankes werden wird, aus der Fräse. Mit gutem Auge entgratet er die Platte und entfernt Unebenheiten mit einer Feile. Danach ist die nächste Platte dran. Bereits seit zwei Jahren arbeitet er im Werk II der Firma Schub‘s Antriebstechnik im Hamelner Gewerbegebiet.

veröffentlicht am 27.01.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 06:41 Uhr

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Angestellt ist Hagedorn hier aber nicht, denn sein Arbeitsplatz wird über die Paritätische Lebenshilfe Schaumburg-Weserbergland (PLSW) koordiniert. Die Partnerschaft zwischen dem Betrieb für Antriebstechnik und der Lebenshilfe besteht bereits seit Gründung des Unternehmens in den neunziger Jahren. Seit Dezember 2008 haben die Menschen mit Behinderungen der PLSW feste Arbeitsplätze im Betrieb, sagt Ulrich Hasenbruch, Werkstattleiter der PLSW in Afferde und für die Koordination der Außenstelle bei Schub’s zuständig. Vorher seien in den Werkstätten der PLSW ausschließlich Teile für die Serienproduktion der Firma Schubs hergestellt worden. Seit der Umstellung in der Zusammenarbeit von Lebenshilfe und Firma werden die Menschen mit Behinderungen jetzt auch eng in die Projektarbeit eingebunden.

„Zunächst leiten unsere qualifizierten Elektroinstallateure und -techniker die Mitarbeiter der PSLW an und erklären ihnen jeden Schritt genau. Nach einer Einarbeitungszeit können sie viele Stufen zum fertigen Produkt vollkommen selbstständig erledigen“, sagt Axel Schulz, Geschäftsführer von Schub‘s Antriebstechnik. Neben seinen 45 fest angestellten Mitarbeitern beschäftigt er momentan zusätzlich zwölf Menschen mit Behinderungen.

Noch in diesem Jahr soll das Arbeitsspektrum für die PSLWler weiter ausgedehnt werden. „Wir wollen einige der Mitarbeiter anleiten, Module in den Schränken zu montieren.“ Hintergrund dieser Pläne sei, die Arbeit der hoch qualifizierten Elektrofachkräfte auf die komplexen Verdrahtungsarbeiten der Anlagen zu konzentrieren, so Schulz.

Arnd Hagedorn beim Bearbeiten einer Metallplatte.
  • Arnd Hagedorn beim Bearbeiten einer Metallplatte.
Geschäftsführer Axel Schulz an einem der Schaltkästen.
  • Geschäftsführer Axel Schulz an einem der Schaltkästen.

Die Menschen mit Behinderungen seien fester Bestandteil der Belegschaft und gut integriert, attestieren sowohl Schulz als auch Hasenbruch. Auch Arnd Hagedorn teilt diese Meinung. Er fühle sich als gut aufgenommen und als Teil eines Teams. Für die Möglichkeit einer geregelten Arbeit nachzugehen, ist Hagedorn dankbar. „Unser größtes Anliegen war schon immer, den Menschen mit Behinderungen die Teilhabe am Arbeitsmarkt zu ermöglichen und ihre Fähigkeiten weiter auszubilden“, sagt Ulrich Hasenbruch. In einigen Fällen sei es sogar gelungen, PSWLler in einen Job auf dem regulären Arbeitsmarkt zu überführen. Das Verhältnis zwischen der Lebenshilfe und dem Unternehmen von Axel Schulz sei stets beispielhaft gewesen, so Hasenbruch. Dies sei vor allem dem Gruppenleiter Eckhard Schmedeke zu verdanken, der die Arbeit der PSWLler „in der Werkshalle koordiniert und Hilfestellung leistet, wo es nötig ist“, so Hasenbruch.



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