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Interview mit Otto Waalkes zu seinem Hamelner Auftritt im Mai

„Ich bin ein kleiner Rattenfänger“

Hameln. Otto kommt! Nein, diesmal nicht als Blödelbarde mit unzähligen Sketchen und Ulk-Nummern im Gepäck. Sondern mit Prokofjew. Genauer gesagt: mit einem musikalischen Märchen von dem russischen Komponisten: „Peter und der Wolf“. Als Erzähler stellt das Multi-Talent zusammen mit dem Johann-Strauß-Orchester Wiesbaden dieses Tongemälde am Sonntag, 24. Mai, ab 18 Uhr in der Rattenfänger-Halle vor. Auf seine Art. Im Telefongespräch mit Karin Rohr verriet Otto Waalkes, was auf das Publikum zukommt.

veröffentlicht am 06.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 03:41 Uhr

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Otto, Sie sind mit „Peter und der Wolf“ bislang nur ein einziges Mal, vor acht Jahren, in Emden aufgetreten. Wie kommt es, dass Sie jetzt in Hameln damit gastieren?

Warum nicht? Ich bin überall zu Hause. Prokofjew war der Versuch einer Klassik-Einlage, die in Emden gut ankam. Jetzt mache ich dasselbe in Hameln (jodelt, schnalzt mit der Zunge).

Nun ist Prokofjew ja nicht gerade die Kost, die man von Ihnen erwartet. Was hat Sie an diesem Projekt gereizt?

Das ist gar nicht so ungewöhnlich. Ich habe immer klassische Elemente in meinen Shows. Mit Klassik kann man auch sehr gut Kinder erreichen. Die haben viel Spaß daran, wenn man sie ihnen richtig vermittelt. Und ein Märchen mit Musik – schöne Musik, übrigens – bietet sich da an.

Was reizt Sie an Märchen?

Märchen begleiten mich seit Jahren. Da kann man ganz viel Komisches machen … (fängt an, das Märchen von Hänsel und Gretel auf Otto-Art zu erzählen).

Aber Märchen können ja auch brutal sein …

Ich versuche, sie zu entbrutalisieren. Ja, ehrlich. Nennen Sie mir ein Beispiel, wo das nicht so ist. Die Zwerge? Ja, die Zipfelmützen, die so spitz hochstehen, stimmt, das ist schon brutal (lacht, gibt einen kleinen Kiekser von sich).

Wieviel Otto steckt in der Inszenierung von „Peter und der Wolf“?

Eine ganze Menge. Mimik. Geräusche (produziert sofort eine Serie von Jodlern, Kieksern und Schnalzern am Telefon). Die Tiere in dem Märchen werden instrumental dargestellt. Ich halte mich an die Textgrundlage. Aber es gibt viel Otto-Spezifisches. Dialekt. Mimik. Geräusche. Ich übernehme auch mal das Orchester und dirigiere. Das wird schon eine richtige kleine Märchenstunde.

Für Große und Kleine?

Kinder sollten ihre Eltern mitbringen.

Sie sind der Erzähler in dem Stück. Greifen Sie auch zu einem Instrument?

Klar, ich spiele Gitarre und noch vieles mehr. Ich spiele mit dem Orchester zusammen. Das Publikum wird einbezogen. Es ist ein klassischer Dialog.

Sie sind ein echtes Multi-Talent, spielen Gitarre, Klavier, Mundharmonika – was noch?

Alles, was gerade auf der Bühne rumliegt (lacht). Posaune würde ich gern spielen. Damit kann man schön die Ottifanten synchronisieren (trötet elefantös ins Telefon).

Wir haben in Hameln ja gerade das Rattenfänger- Jubiläumsjahr. Was halten Sie eigentlich von unserem Pfeifer?

Der ist schon in Ordnung. Ich bin doch selbst so ein kleiner Rattenfänger. Ein friesischer Rattenfänger (lacht, flötet ein bisschen). Und Mäuse hab’ ich auch ganz gern.

Otto, weiß man, ist ständig auf Achse. Was ist Ihr nächstes Projekt?

Da gibt’s viele Projekte. „Ice Age“, Teil 3. Dann eine Fernsehserie mit mir als Bubi: „Bubi allein zu Haus.“ Und Filme. Ein Pilgerfilm: „Ich war noch nie weg.“ Und „Otto ist James Blond“.

Mit jeder verkauften Karte für diesen Otto-Abend in Hameln wird der Bau einer Schule in der Republik Kongo finanziert, wussten Sie das?

Jetzt weiß ich’s. Das ist toll. Das muss unterstützt werden. Bongo spielen kann ich übrigens gut. Ich könnte ja mal als Gastlehrer an der Schule unterrichten …

Karten gibt’s im Dewezet-Ticketshop, Osterstraße, Telefon 05151/200-888.

Otto erzählt das musikalische Märchen von „Peter und der Wolf“ – auf seine Art. Und zur Gitarre greift er an dem Abend auch.



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