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Wehrmann fordert festen Blitzer für Deisterallee – OB Griese will mehr mobile Radarmessungen durch Landkreis

„Ich bekomme immer noch eine Gänsehaut“

Hameln. „Ich bekomme immer noch eine Gänsehaut, wenn ich daran denke, dass eine zehnköpfige Personengruppe von dem Ferrari hätte erfasst werden können“, sagt Ursula Wehrmann. Die stellvertretende Sprecherin der schwarz-grünen Mehrheitsgruppe will den von ihr geforderten Starenkasten gleich nach der Sommerpause in die politische Diskussion einbringen. Auch Wilfried Binder unterstützt den Vorschlag. „Darüber werden wir sprechen müssen. Es muss in diesem Bereich zu einer Entschleunigung kommen. Es kann nicht sein, dass auf Deisterstraße und Deisterallee Rennen gefahren werden“, sagt der SPD-Fraktionschef. FDP und Linke allerdings sind gegen einen fest installierten Blitzer. „Das bringt nichts“, erklären die Fraktionsvorsitzenden Hans Wilhelm Güsgen und Lars Reineke unisono. „Ein Starenkasten wird tagsüber nichts nutzen, weil in diesem Bereich dann ohnehin nur Stop-and-go-Verkehr möglich ist“, sagt der Liberale, der auch seine Zweifel hegt, dass die Polizei in den Abendstunden tatsächlich ausreichend Präsenz an Deisterstraße und Deisterallee zeigt. Und Reineke ist überzeugt: „Gibt es da einen Starenkasten, müssen wir befürchten, dass die Raser auf andere Straßen ausweichen.“ Der Fraktionschef der Linken will erst einmal Näheres über die avisierten Maßnahmen der Polizei in Erfahrung bringen.

veröffentlicht am 05.08.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:06 Uhr

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Hans-Joachim-Weiß-Redakteur-Lokales-Hameln-Dewezet

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Oberbürgermeister Claudio Griese ist ambivalent, was künftige Geschwindigkeitskontrollen angeht. Er überlegt jedoch, was die Stadt unternehmen kann, um dem Problem Herr zu werden. Denn dem Christdemokraten ist die Situation seit langem ein Dorn im Auge. „Schon vor dem Ferrari-Unfall“, wie er betont. Allerdings sei das Umsetzen von Maßnahmen für die Verwaltung schwierig. „Weil wir nur für den ruhenden Verkehr zuständig sind“, begründet der Rathauschef. Auch baulich könne die Stadt nicht eingreifen, da es sich um eine Bundesstraße handele und der Verkehr am Laufen gehalten werden müsse. „Das hat auch mit der Feinstaubverordnung zu tun“, sagt Griese, der jedoch überprüfen lassen will, ob eine andere Ampelschaltung in den späteren Abendstunden etwas verändern könne. Gleiches gelte für die Forderung nach einem Starenkasten. „Die Frage ist nur, ob ein solches Gerät etwas bringt“, zweifelt auch der Oberbürgermeister an der nachhaltigen Durchschlagskraft einer solchen Installation. Er setzt mehr auf mobile Radarmessungen durch den Landkreis und hofft, dass die Raser durch das neue Punktesystem in der Flensburger Verkehrssünderkartei auf diese Weise zur Ordnung gerufen werden können. Griese will deshalb das Gespräch mit Landrat Tjark Bartels (SPD) suchen, um eine vermehrte Präsenz der mobilen Blitzer in Deisterstraße und Deisterallee zu erreichen.

Der demolierte Ferrari auf der Deisterallee.

fn



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