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Kosten: Knapp zwei Millionen Euro

HWG plant Wohnpark für mehrere Generationen

HOLTENSEN. Barrierefreier Wohnraum für Alt und Jung ist das Ziel: An der Bültestraße in Holtensen sollen zehn Mietwohnungen für Singles, Familien und Senioren entstehen. Die Idee entwickelte der Ortsrat Sünteltal zusammen mit der HWG (Hamelner Wohnungsbau-Gesellschaft mbH).

veröffentlicht am 11.07.2018 um 19:24 Uhr

So soll das „Generations-Wohnen“ an der Bültestraße in Holtensen äußerlich aussehen. Grafik: Architekturbüro Jürgens
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Im fortgeschrittenen Alter ist es für viele Menschen nicht mehr möglich in ihren eigenen vier Wänden zu leben. Das Haus ist vielleicht zu groß, das eigene Grundstück zu beschwerlich geworden. Eine Option kann es dann sein, in eine Wohnung zu ziehen, was dann aber schnell einen Umzug nach Hameln bedeutet. „Das ist zwar in der Nähe, aber trotzdem weg vom Heimatdorf, vom vertrauten sozialen Umfeld“, sagt Bettina Schultze, die Ortsbürgermeisterin im Sünteltal. Denn eben da, im Sünteltal, genau genommen in Holtensen soll es bald eine alternative Wohnoption geben.

Bislang gibt es für ältere Menschen auf den Dörfern kaum Möglichkeiten, im gleichermaßen vertrauten wie geliebten sozialen Umfeld zu bleiben. Daher entwickelte der Ortsrat Sünteltal zusammen mit der HWG (Hamelner Wohnungsbau-Gesellschaft mbH) die Idee, barrierefreien Wohnraum für Alt und Jung im Dorf zu schaffen.

Schließlich erwarb die HWG bereits im Mai 2017 das zirka 3500 Quadratmeter große Grundstück an der Bültestraße in Holtensen. Nach Plänen des Hamelner Architekturbüros Jürgens aus Hameln sollen dort zehn Mietwohnungen mit jeweils zwei bis vier Zimmern und einer Wohnfläche von etwa 57 bis 105 Quadratmetern sowie entsprechende Stellplätze gebaut werden. Die durchschnittliche Nettokaltmiete wird bei etwa 6,50 bis 7 Euro pro Quadratmeter liegen.

Ein großes Außengelände des Wohnprojekts soll mit einem Wasserbereich und viel Grün versehen werden. Grafik: HWG/ Architekturbüro Jürgens
  • Ein großes Außengelände des Wohnprojekts soll mit einem Wasserbereich und viel Grün versehen werden. Grafik: HWG/ Architekturbüro Jürgens

Die zehn Wohnungen werden aber nicht nur seniorengerecht, sondern auch für Singles oder Familien geeignet sein – eben generationsübergreifend. Alle Wohnungen werden barrierefrei sein und über einen Balkon beziehungsweise eine Terrasse verfügen. Auf dem großen, gemeinschaftlichen Außengelände soll ein Regenwasserrückhaltebereich mit viel Grün drum herum entstehen. Baubeginn, teilt die HWG mit, ist voraussichtlich im zweiten Quartal des Jahres 2019, die Fertigstellung des Projekts ist für Mitte 2020 geplant.

„Wir freuen uns, dass sich bereits erste Interessenten bei uns gemeldet haben, die Nachfrage ist vorhanden“, teilt HWG-Geschäftsführer Christian Mattern mit. Die Kosten für das Projekt Mehrgenerationen-Wohnen werden sich auf knapp zwei Millionen Euro auf, teilt die HWG auf Anfrage der Dewezet mit.

Die Sünteltalerin Bettina Schultze sieht in dem Bauvorhaben in Holtensen bereits ein Leuchtturmprojekt, das schon außerhalb der Hamelner Stadtgrenzen zur Kenntnis genommen worden sei. „Eine Ortsbürgermeisterin hat bereits nach dem Konzept gefragt“, so Schultze.

pk/red

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