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Benefizkonzert zum 100. Geburtstag des Hamelner Komponisten Wilhelm Homeyer

Humorvoll und stets der Stadt verbunden

Hameln. Erinnerung an einen Mann, der Hameln geprägt hat: „Wilhelm Homeyer hat die Schauspielmusik zu meiner Inszenierung von Jean Anouilhs ,Das Orchester‘ geschrieben“, erinnerte sich der ehemalige Vikilu-Schulleiter Jürgen Schoormann. Er war einer der mehr als 450 Gäste, die zum Benefizkonzert anlässlich des 100. Geburtstages des 2006 verstorbenen Hamelner Lehrers, Komponisten und Mitbegründers der Jugendmusikschule, Wilhelm Homeyer, gekommen waren.

veröffentlicht am 18.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 00:41 Uhr

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Autor:

Ernst August Wolf
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Die Programmfolge des vom Homeyer-Schüler Manfred Arendt mit viel Charme und Witz geleiteten Konzertabends beinhaltete ausschließlich Kompositionen des aus Ostpreußen stammenden, seit 1948 an der Wilhelm-Raabe-Schule unterrichtenden Pädagogen und Musikers.

Arendt hat die nachgelassenen Werke Homeyers geordnet, ins Reine geschrieben und im Stadtarchiv hinterlegt. „Man könnte mit der Herausgabe Wilhelm Homeyer ein Denkmal setzen“, so Arendt, der bislang 13 der insgesamt 21 Hefte veröffentlicht hat. „Wir können die Herausgabe beschleunigen, wenn wir ,Paten‘ für die Herstellungskosten einzelner Hefte finden“, hofft Arendt. Eine Idee, die bereits am Konzertabend großen Widerhall fand.

Der wurde durch das von Ulrich Schulz geleitete Orchester der Jugendmusikschule eröffnet, gefolgt vom Vokalkreis Hameln unter Birgit Albrecht, der ostpreußische Weisen präsentierte. Die Hamelner Blechbläser steuerten, geführt von Bernd Dormann, „vier Turmmusiken“ bei, und der Mädchenchor der Wilhelm-Raabe-Schule brachte, am Klavier begleitet von Andranik Simonyan, zwei Lieder aus Homeyers Kantate „Von allerlei komischen Leuten“ zu Gehör.

Dass Homeyer sich auch im Plattdeutschen auskannte, bewies die Liedertafel Hameln mit drei Liedern aus „Jetzt danzt Hannemann“.

Den Höhepunkt des Abends aber stellte eine Eigenkomposition des Homeyer-Schülers, Dresdner Hochschulprofessors und Klarinettisten Joachim Klemm dar, eine „Fantasie“ eigens für diesen Anlass komponiert, am Klavier begleitet von Marianne Liss-Wiemann. Ein Stück, so recht nach dem Geschmack des Publikums, da es den Charakter des wohl publikumswirksamsten und beliebtesten Hamelner Musikers auf den Punkt brachte: humorvoll, geistreich und stets seiner Stadt verbunden.

Der Erlös des Abends geht an die von Wilhelm Homeyer gegründete Stiftung, dem nach seiner Frau benannten „Jakobinengroschen“, mit dem bedürftige Schülerinnen und Schüler der Jugendmusikschule unterstützt werden.

Ein Abend zu Ehren an Wilhelm Homeyer: Klar, dass es hier musikalisch zuging.eaw



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