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Hamelner berichtet über Situation in Damaskus

„Hörst Du die Bomben, mein Bruder?“

Hameln. „Hörst Du die Bomben, mein Bruder? Ich muss aufhören zu telefonieren.“ Der in Hameln lebende Rafik Badawi schilderte bei einer Talkshow eindrucksvoll, was derzeit in Damaskus passiert und gab dem Inhalt der Runde in St. Elisabeth damit ein Gesicht. Mit dem Thema „Pulverfass Naher Osten“ bleibt die Hamelner Talkshowreihe „Standpunkte“ auch nach 20 Jahren ihren Inhalten von religiösen, kulturellen, gesellschaftspolitischen und kulturellen Diskussionsthemen treu. Nach längerer Pause luden die Moderatoren Andreas Jungnitz, Leiter des Schiller-Gymnasiums, und Pastoralreferent Hans-Georg Spangenberger ein, um über Muslime, Christen und andere Religionen im Nahen Osten zu diskutieren und Lösungsansätze aus den Situationen aufzuzeigen. Rund 150 Gäste kamen dazu ins Gemeindehaus nach St. Elisabeth. Während sich Badawi zunächst als ein „Kind des Krieges“ erinnerte, beleuchteten die SPD-Bundestagsabgeordnete Gabriele Lösekrug-Möller und Prälat Dr. Nikolaus Wyrwoll die Lage aus politischer und religiöser Sicht. Badawi pflegt engen Kontakt zu seiner Familie in Damaskus und sprach in erschreckender Weise vom Krieg in seiner Heimat. Von den syrischen Flüchtlingen, die seine Mutter beschreibt, und die in den Straßen übernachten müssen, weil Unterkünfte fehlen. Badawi wünscht sich schnelle soziale und medizinische Hilfe für seine Heimat. Als Kerninhalte der beiden anderen Talkgäste kristallisierte sich heraus: Der Krieg im Nahen Osten hat kein offizielles Gesicht mehr, er ist Spielball von Wirtschafts- und Machtinteressen geworden. Respekt vor jahrhundertelanger Kultur und Religion sei wichtig. Die humanitäre Hilfe in die Krisengebiete müsse verbessert und Waffenimporte sollten besser kontrolliert werden. git

veröffentlicht am 12.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 17:41 Uhr

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