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Vereine und Schulen müssen länger warten: Inbetriebnahme der Sporthalle Nord verzögert sich bis Oktober

„Höchst ärgerliche Situation“

Hameln. Hiobsbotschaft aus dem Rathaus: Die Inbetriebnahme der Sporthalle Nord verzögert sich. Schulen und Vereine hatten sich bereits darauf gefreut, unmittelbar nach den Sommerferien die neue Trainingsstätte nutzen zu können. Doch daraus wird nun nichts. Der Grund: Wegen unerwarteter Liefer- und Terminschwierigkeiten kann die sogenannte Prallwand erst ab Mitte September montiert werden. Der Hallenbetrieb wird nach Angaben der Verwaltung nun am 5. Oktober starten.

veröffentlicht am 08.08.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 20:21 Uhr

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Stadtbaurat Hermann Aden spricht von einer „höchst ärgerlichen Situation“. Die Stadt sei jedoch letztlich auf die Lieferfirma angewiesen, da es am Markt keine Alternativen gebe. „Das kann bei jedem Projekt passieren“, weiß Aden. Ein Bauherr könne immer nur hoffen, dass alle Firmen Hand in Hand arbeiten und ihre Termine einhalten. „Wenn es auch nur an einer einzigen Stelle hakt, gerät der gesamte Zeitplan durcheinander“, erklärt der Stadtbaurat.

So ist es nach Darstellung der Verwaltung auch bei der Sporthalle Nord geschehen: Alle anderen Firmen lägen derzeit im Zeitplan – allein der fehlende Prallschutz sorge dafür, dass der Fertigstellungstermin nun nach hinten verschoben werden müsse. Die Stadt hat die Schulen und Vereine, die bereits auf die erste Unterrichtsstunde oder Trainingseinheit in der neuen Halle gewartet hatten, über die Verzögerung informiert. Die offizielle Einweihung der neuen Sporthalle Nord ist jetzt für den 9. Oktober vorgesehen.

Aber auch eine positive Nachricht hat Aden zu verkünden. Nachdem der Stadtbaurat einräumen musste, dass unter anderem die Abrisskosten „vergessen“ worden seien zu verbuchen und sich das Bauwerk deshalb um rund 400 000 Euro verteuerte, können die nachkalkulierten Kosten in Höhe von 5,2 Millionen Euro eingehalten werden. Nach derzeitigem Stand rechnet Aden damit, dass der Kostenrahmen um etwa 100 000 Euro unterschritten werden könne. „Hier haben uns gute Ausschreibungsergebnisse geholfen“, begründet Aden.

Der Stadtbaurat hat damit aber auch eine Forderung der Politik erfüllt, denn die hatte von der Verwaltung gefordert, von den Zusatzkosten so viel wie möglich wieder einzusparen. „Dass nun der Kostenrahmen eingehalten wird und sogar noch 100 000 Euro eingespart werden können, ist als sehr positiv zu bewerten“, freut sich Ursula Wehrmann (Grüne). Die stellvertretende Sprecherin der schwarz-grünen Mehrheitsgruppe im Hamelner Rat bedauert jedoch, dass sich die geplante Inbetriebnahme der Sportstätte verzögert, „weil sich Schulen und Vereine bereits auf die Inbetriebnahme eingerichtet hatten“.

Mit Gelassenheit hat dagegen SPD-Fraktionschef Wilfried Binder auf die Nachricht reagiert. „Wir können’s nicht ändern. Wenn die Prallwand termingerecht bestellt worden ist, hat die Stadt die Verzögerung nicht zu verantworten“, meint der Sozialdemokrat. Er zeigt sich aber „sehr erfreut“, dass ein sechsstelliger Betrag weniger benötigt werden soll: „Es war schon schmerzlich genug, dass wir noch einmal 400 000 Euro draufsatteln mussten. Umso schöner, dass es nun weniger ist.“

Den FDP-Fraktionschef haut dagegen nichts mehr um, was die Sporthalle Nord betrifft. „Das ist seit dem Abbruch eine Dauerbaustelle“, meint der Liberale. Er hatte aber gehofft, dass der Kostenrahmen unterschritten wird. „Das war eine Arbeit, die wir anlässlich der vergessenen Abrisskosten und des Nachschlages von der Verwaltung erwartet haben und für die sie bezahlt wird.“HW



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