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Kosten für Instandhaltung und Reparaturen bisher: 656 000 Euro

Hochzeitshaus wird später saniert

HAMELN. Blaue Netze an den Dachkante des Hochzeitshauses schützen nach wie vor Passanten vor möglicherweise herabfallenden Dachziegeln. Trotzdem wurde die notwendige Sanierung des Daches und der Fassade als auch des Inneren vom Rat in die Jahre 2021/22 geschoben, weil die Verwaltung Kapazitätsengpässe beim Personal gemeldet hat.

veröffentlicht am 12.10.2018 um 17:53 Uhr

Umfassend saniert wird das Hochzeitshaus erst mal nicht. Foto: wal
Birte Hansen

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Birte Hansen-Höche Reporterin zur Autorenseite
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Kosten für Instandhaltung fallen jedoch laufend an. Auf 285 000 Euro summieren sich die Instandhaltungskosten seit 2015. Hinzu kommen 370 800 Euro für „sonstige laufende Kosten“, die nicht näher definiert sind. Insgesamt hat die Stadt für das in großen Teilen leer stehende Hochzeitshaus in den vergangenen vier Jahren bis heute also fast 656 000 Euro aufgewendet, um die Substanz des historischen Gebäudes zu sichern.

Dabei unterscheidet die Verwaltung nicht zwischen jenen Kosten, die für die genutzten Bereiche wie Standesamt, Polizeiwache, Empfangszimmer und auch für das Glockenspiel anfallen und jenen für den Bereich der ehemaligen Erlebniswelt Renaissance, der seit Sommer 2017 nicht mehr freigegeben ist – weil der Brandschutz nicht ausreichte. Ausgerechnet im Jubiläumsjahr, in dem das Hochzeitshaus seinen 400. Geburtstag hatte, konnte aus Brandschutzgründen in ihm nicht gefeiert werden. Zuvor waren im Rahmen des Weihnachtsmarktes am Wochenende große Partys im Erdgeschoss veranstaltet worden.

Auch Ausstellungen, Vorträge und Theaterstücke fanden nicht mehr hinter der ebenfalls sanierungsbedürftigen Fassade statt. Inzwischen ist der Brandschutz laut Stadtverwaltung „vollumfänglich in Ordnung gebracht“ worden, „so dass kein weiterer Handlungsbedarf besteht“. 52 500 Euro seien dafür fällig gewesen. Veranstaltungen wie Puppentheater, Ausstellungen, Empfänge, Kleinkino, Wohltätigkeits-/Verkaufsveranstaltungen, oder Ähnliches seien ohne Probleme möglich. Allerdings ist die Besucherzahl auf 199 Personen begrenzt und bestimmte versicherungstechnische Auflagen müssten erfüllt werden.

Neben den Kosten für den Brandschutz zählen auch die bisherigen Arbeiten am Dach zu den Instandhaltungsmaßnahmen. Sie haben seit Beginn vor zwei Jahren 123 600 Euro gekostet. Ob sich dieses Geld auf die Gesamtdachsanierung anrechnen lasse, könne vom jetzigen Standpunkt noch nicht beurteilt werden, sagt Janine Hermann auf Nachfrage. Um Provisorien handele es sich bei den Maßnahmen allerdings nicht, da „da das Dach immer wieder an unterschiedlichen Stellen kaputt geht“. Die Wartungen der Dachfläche müssten auch weiterhin zusätzlich zu den Fangnetzen durchgeführt werden, um das Risiko herabfallender Dachziegel weitestgehend zu minimieren. Passanten sehen also noch ein Weilchen blau.



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