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650 000 Euro sollen in der alten Nudelfabrik verbaut werden / Absage an Umzug innerhalb Hamelns

Hochschule zementiert ihren Standort

Hameln. Die Hochschule Weserbergland (HSW) möchte ihr Domizil in Hameln weiter ausbauen. In den nächsten beiden Jahren werden voraussichtlich insgesamt 650 000 Euro investiert. Zwei Drittel dieses Betrages soll der Landkreis beisteuern; er ist Eigentümer des Gebäudes am Stockhof. Geplant ist, das erste Obergeschoss in der alten Nudelfabrik, das im Sommer von der HSW übernommen wurde, für Schulungszwecke herzurichten. Dabei geht es um eine Fläche von 530 Quadratmetern, die früher von der Kreisbildstelle genutzt wurde. In die ehemaligen Büros der Zentralen Vollstreckung ist bereits die HSW-Verwaltung eingezogen. Zudem sollen – so der Wunsch der Hochschulvertreter – ab dem nächsten Jahr die Treppenhäuser modernisiert und die Aufzüge erneuert werden. Nötig sei es auch, die rostenden Heizkörper in der zweiten Etage zu ersetzen, erklärt Vizepräsidentin Susanne Prasuhn auf Nachfrage der Dewezet. Die Fallrohre der Toiletten seien immer wieder verstopft, weil sie nicht für den heutigen Bedarf dimensioniert seien. Außerdem soll die Lautsprecheranlage überarbeitet und der Brandschutz verbessert werden. Seit dem Jahr 2006 sind bereits 1,1 Millionen Euro in den Ausbau und die Sanierung des Gebäudes geflossen.

veröffentlicht am 27.11.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 14:21 Uhr

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Marc Fisser

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Der Landkreis stellt der Hochschule inzwischen vier Etagen in dem früheren Industriebau am Weserufer zur Verfügung. Mit Umsetzung der nun vorgesehenen Bauarbeiten dürfte für die HSW der Standort zementiert werden. „Die HSW hat keine Pläne für einen Umzug“, bestätigt Prasuhn. „In unserer Strategieplanung bis 2020 reicht dieses Gebäude aus.“ Seit Monaten wird in Hameln diskutiert, ob die Hochschule nicht Teil eines Bildungscampus in der 2014 durch den Britenabzug frei werdenden Linsingen-Kaserne werden könnte. Dort gäbe es voraussichtlich Platzreserven, falls die HSW einmal deutlich mehr als 500 Studierende haben sollte; derzeit sind es 470 Immatrikulierte. HSW-Präsident Professor Volkmar Langer meint, die Frage nach zusätzlichen Räumen stelle sich nicht kurzfristig, sondern wohl erst in fünf bis zehn Jahren. Eine Verlagerung sei ohne finanzielle Hilfe des Steuerzahlers nicht realisierbar, betonen die Verantwortlichen.

Der Finanzausschuss des Landkreises wird sich am Montag mit den beantragten Bauarbeiten für die HSW befassen. Landrat Tjark Bartels schlägt den Politikern vor, im kommenden Jahr hierfür 250 000 Euro aus der Kreiskasse fließen zu lassen, 2015 sollen es 150 000 Euro sein. Die Hochschule wird von einem Trägerverein betrieben. Der Landkreis hat sich vertraglich verpflichtet, der Hochschule die erforderlichen Räume in dem Gebäude „Am Stockhof 2“ zur Verfügung zu stellen.

Die Kommunalpolitiker werden auch über den Haushaltsplan der Hochschule abstimmen. Die HSW hat vom Landkreis bisher einen jährlichen Festbetrag von 285 000 Euro erhalten, bis zum Jahr 2015 gibt es außerdem einen Zinszuschuss von 5000 Euro. Die Stadt Hameln zahlt 45 000 Euro. Im kommenden Jahr fällt für die HSW der „Entwicklungskostenzuschuss“ fort, mit dem es Kreis (50 000 Euro) und Stadt (80 000 Euro) ermöglicht haben, die erhöhte Professorenquote zu erfüllen. So konnte die Berufsakademie zur Hochschule „aufsteigen“. Dort müssen Professoren einen Anteil von mindestens 40 Prozent am gesamten Personalbestand haben. Im kommenden Jahr sollen die Erträge aus den Studien- und Prüfungsgebühren so weit steigen, dass sich dadurch die auch weiter wachsenden Personalausgaben ausgleichen lassen. Der Etat für die fest Beschäftigten wird laut Finanzplanung 2014 von 1,77 auf 1,99 Millionen Euro angehoben, 2015 sollen es 2,08 und danach 2,12 Millionen sein. Der Topf für die Honorare der Lehrbeauftragten, für Praktika und Auslandsstudien ist derzeit mit 445 000 Euro gefüllt; im nächsten Jahr sind 524 000 Euro eingeplant.

Termin: Der Finanzausschuss des Landkreises tagt öffentlich am Montag, 2. Dezember, ab 15 Uhr im Großen Sitzungssaal des Kreishauses.



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