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HMT-Debatte: Wie geht’s jetzt weiter, Frau Lippmann?

veröffentlicht am 11.08.2010 um 18:56 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:36 Uhr

Hameln (kar). Es muss schnell eine Lösung gefunden werden: Zumindest in diesem Punkt sind sich beide Seiten – die Stadt und das Stadtmarketing – einig, so kontrovers sie ihre Ansichten zu den Strukturen der Hameln Marketing und Tourismus GmbH (HMT) derzeit im Aufsichtsrat auch diskutieren. Nach der Schlappe für Susanne Lippmann und die Vertreter der Mehrheitsfraktion im Rat bei der Abstimmung über den Stadtmarketing-Antrag, geht’s jetzt in die nächste Runde. Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann nach der Abstimmungsniederlage: „Jetzt sind die Gesellschafter der HMT gefordert.“

Gegenüber sitzen sich dann die Stadt Hameln auf der einen Seite und das Stadtmarketing auf der anderen. Beide sind laut Gesellschaftervertrag zu gleichen Teilen an der HMT beteiligt, also mit jeweils 50 Prozent. Was Abstimmungen in einer Gesellschafterversammlung, wie sie Lippmann und die Ratsvertreter der Mehrheitsgruppe im Aufsichtsrat jetzt einberufen wollen, nicht leicht macht.

Hat sich die Stadt, die finanziell bislang mit einer Million Euro den Löwenanteil an der HMT trägt, mit diesem Vertrag über den Tisch ziehen lassen? „Nein“, sagt Susanne Lippmann. Zwar sei das vor ihrer Zeit gewesen, aber die Überlegungen, den Stadtmarketingverein zu 50 Prozent an der HMT zu beteiligen, habe sie noch in der Endphase mitbekommen. Demnach, sagt die OB, hieß es damals: „Wir versuchen es mit der 50/50-Beteiligung, auch wenn die Stadt deutlich mehr einzahlt als das Stadtmarketing. Es war uns zur Aufwertung des Stadtmarketings den Versuch wert.“ Ein Versuch, der aus ihrer Sicht auch erfolgreich war: „Die Zusammenarbeit von HMT und Stadtmarketing war gut.“ Und das nicht erst im Jubiläumsjahr. Lippmann: „Es war richtig, das Stadtmarketing aufzuwerten.“ Allerdings sei damals auch gesagt worden: „Wenn es nicht funktioniert, gehen wir wieder auseinander.“ Eine Möglichkeit, die die Oberbürgermeisterin angesichts der entbrannten kontroversen Diskussion um die Kompetenzen bei der HMT nicht länger ausschließt. Diese Kündigung wäre allerdings frühestens Ende des Jahres 2011 wirksam.

Nach wie vor hat Lippmann kein Verständnis für den Antrag des Stadtmarketingvereins: „Alles in einer Hand wäre doch eine Schwächung der Position des HMT-Geschäftsführers“, findet sie. Das sieht Michael Kolzuniak, Vorsitzender des Stadtmarketingvereins, völlig anders, wenn er von einer Person spricht, die sich gleichermaßen kompetent um die Geschäftsfelder Tourismus und Stadtmarketing kümmern soll: „Natürlich muss diese Person die Sparten und Strukturen schaffen, damit beide Bereiche, möglichst eng verzahnt, effektiv bedient werden.“ Es ginge darum, Synergien zu schaffen. Die jetzige Debatte ist für ihn „keine Personaldebatte“, sondern der Wunsch nach einem veränderten Anforderungsprofil für einen HMT-Geschäftsführer mit entsprechenden Kompetenzen.



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