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Hameln. Einen „heißen Herbst“ hat der Landesschülerrat angekündigt: Anlass war der Boykott von Klassenfahrten durch Lehrer, der nun von den Schülern nicht mehr widerstandslos hingenommen werden soll. Während die niedersächsische Vertretung der Schüler ankündigt, „wenn die Lehrer freiwillige Leistungen streichen, können auch Schüler ihrerseits freiwillige Dienste einstellen“, wollen die Hamelner zumindest zum jetzigen Zeitpunkt nicht alle Register ziehen.

veröffentlicht am 25.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:05 Uhr

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Kerstin Hasewinkel

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Kerstin Hasewinkel Stv. Redaktionsleiterin zur Autorenseite
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„Eine entscheidende Frage ist, wie effektiv wäre die Verweigerung von einfachen Klassendiensten?“, sagt Marcus Biewener, Stadtschülersprecher. Die geplanten Proteste seien keine wirklich sinnvolle Reaktion auf das Streichen „von pädagogisch wertvollen und bei Schüler mehr als beliebten Klassenfahrten“. Als problematisch stuft Biewener, der sein Abitur bereits abgelegt hat, aber dennoch als Sprecher der Schüler aktiv ist, ein, dass der Konflikt zwischen Lehrern und Landesregierung auf den Schultern der Schüler ausgetragen wird, „die primär weder Schuld an dem Konflikt sind noch entscheidend etwas zur Lösung beitragen können“.

Die zentralen Bemühungen der Schülerschaft „drehten und drehen sich trotzdem darum, einen Dialog zu organisieren und gemeinsame Lösungen oder zumindest Lösungsansätze zu finden“. Sollten die Fahrten tatsächlich komplett gestrichen werden, wollen die Schüler „nicht akzeptieren, dass wir die Leidtragenden sind“. Wie Proteste genau aussehen könnten, ist offen. Es müsse aber für die Lehrer spürbar werden, „dass wir ein derartiges Vorgehen nicht akzeptieren“. Trotz allem wolle man aber primär weiterhin zum Dialog aufrufen, um eine Eskalation zu verhindern.

Zurzeit finden Klassenfahrten noch statt – allerdings nur deshalb, weil sie lange geplant und vorbereitet waren. „Auch im nächsten Jahr wird es Austausch- und Seminarfachfahrten geben“, sagt Wolfgang Weber, Schulleiter am Albert-Einstein-Gymnasium. Was mit den Klassenfahrten wird, ist derzeit noch offen. „Wir müssen abwarten, was in den nächsten Monaten passiert“, sagt Andreas Jungnitz vom Schiller-Gymnasium. Grundsätzlich gebe es ein Einvernehmen über die Bedeutung der Fahrten, aber Fakt sei auch, dass die Belastung der Lehrkräfte in der Schule gewachsen sei. „Hoch belastet“ sieht auch Rainer Starke vom Vikilu die Gymnasiallehrer, was sich auch in hohen Krankenständen niederschlage. Unterstützung kommt von den Eltern. Die Hamelnerin Petra Wiedenroth, Geschäftsführerin des Verbandes der Elternräte der Gymnasien Niedersachsens, berichtet, die Fronten seien verhärtet. Der Verband hatte am Wochenende zu einer Tagung eingeladen. Auf die Frage, wo die Lehrer denn kürzen sollten, sei Kultusministerin Frauke Heiligenstadt die Antwort schuldig geblieben.

Der Philologenverband hat bekanntlich Klage gegen das Gesetz zur Mehrarbeit eingereicht – Ausgang ungewiss.



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