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hm14/Außer Dienst

Hameln. Erst hatte man in Hameln zwei wichtige Daten verschlafen: Sowohl das 25-jährige Jubiläum der Indienststellung des Patenbootes „Hameln“ als auch das Datum der Patenschaftsübernahme vor 25 Jahren waren einfach vergessen worden – und zwar sowohl von der Stadt, die Träger der Patenschaft ist, als auch von der Marinekameradschaft Hameln, die diese Beziehung über all die Jahre mit Leben gefüllt hatte. Doch während in der Rattenfängerstadt noch nach Möglichkeiten gesucht wurde, den Doppelgeburtstag irgendwie würdig zu begehen, trifft gerade eine Hiobsbotschaft ein: Die in Kiel stationierte „Hameln“ soll außer Dienst gestellt werden, und zwar schon in wenigen Wochen. Fregattenkapitän Achim Winkler vom Presse- und Informationszentrum der Bundesmarine in Kiel bestätigt, dass die „Hameln“ bereits am 11. Dezember endgültig kein Wasser mehr unter ihrem Kiel haben wird.

veröffentlicht am 31.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 04:21 Uhr

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Autor:

Christa Koch
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Offenbar hat das sogenannte Hohlstablenkboot der „Ensdorf-Klasse“ mit der schlichten Bezeichnung M 1092 seine besten Zeiten hinter sich. Als Teil des 5. Minensuchgeschwaders mit rund 40 Mann Besatzung hatte die „Hameln“ an zahlreichen Einsätzen auch in internationalen Gewässern teilgenommen.

Ersatzboot bisher nicht geplant

Kurz bevor M 1092 übernächsten Monat gewissermaßen aufs Altenteil geschickt wird, möchte man in Hameln dennoch die beiden runden Geburtstage feiern: Zum traditionellen Labskausessen am 14. November auf der „Pluto“ – sie ist der Vorgänger in der Patenschaft und zugleich Heimschiff der Marinekameradschaft– wird eine Abordnung der „Hameln“ in der Rattenfängerstadt erwartet. Und bei einem Empfang, der vermutlich im Rathaus stattfinden wird, will die Stadt Abschied nehmen von ihrem bisherigen Patenboot. Wird ein anderes Boot als Ersatz beschafft? Der Pressesprecher verneint. Das werde es wohl auch in Zukunft nicht geben, heißt es aus Kiel. Und zurzeit weiß auch niemand, ob sich die Stadt Hameln um eine neue Patenschaft für ein Boot der Marine bewerben wird.

Grundsätzlich erfolgt die Namensauswahl übrigens durch den Bundesminister der Verteidigung selbst – in diesem Fall ist es Ministerin Ursula von der Leyen. Wenn ein Neubau ansteht, erhält er vom Inspekteur der Marine einige Vorschläge mit einer Empfehlung. Dabei wird darauf geachtet, dass die Größe der Gemeinde zu der des Bootes passt. Bundesländer, Städte und Gemeinden können sich um eine Patenschaft bewerben. Das Interesse, Namensgeber der grauen Schiffe zu werden, ist laut Marine so groß, dass es mehr Anfragen als freie Einheiten gibt.

Ade!

„Hameln“ a. D.

Patenboot soll nicht mehr eingesetzt werden

War mit der 40-köpfigen Besatzung an der Suche nach Minen beteiligt: Hamelns Patenboot der Marine.pr



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