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Peter H. aus Hameln (49) fragt: Woher kommen meine Schmerzen in der Schulter und was kann ich dagegen unternehmen?

veröffentlicht am 19.10.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 19:21 Uhr

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Heute: Schulterschmerzen

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Entgegen der meisten Vermutungen ist dieser Schmerz meist nicht Folge einer fortgeschrittenen Abnutzung des Gelenkes. Der Großteil der Schmerzen wird durch die Weichteile verursacht, die das Gelenk umgeben. Bei der Schulter handelt es sich um das Gelenk mit dem größten Bewegungsausmaß im menschlichen Körper. Dies wir durch einen großen Gelenkkopf des Oberarmes erreicht, der in einer sehr kleinen Gelenkpfanne gehalten wird. Nur das gleichmäßige Zusammenspiel einer Reihe von Muskeln und Sehnen kann dieses Gelenk zentriert halten. Bei Störung der Balance kommt es zu Beschwerden und vorzeitigem Verschleiß.

Abzugrenzen sind die schulterbedingten Schmerzen von Problemen der Halswirbelsäule (Verschleiß und Bandscheibenprobleme) und des zentralen Nervensystems (Gehirn und Rückenmark) sowie von fortgeleiteten Schmerzen des Ellenbogens (Tennis- und Golferarm), aber auch allgemeinen Schmerzsyndromen im Rahmen von Weichteilrheuma.

Der plötzlich einschießende Schmerz bei Bewegung und Belastung der Schulter ist ein Alarmsignal für die Störung des empfindlichen Weichteilmantels am Schultergelenk. Häufig kommt es aufgrund einseitiger Belastung insbesondere bei muskulären Patienten zu einer Verkürzung der ansetzenden Muskulatur nur eines Bereiches und damit zum Anschlagen des Oberarmkopfes an das Schulterdach; dies löst einen Reizzustand eines dort gelegenen Schleimbeutels aus.

Abhilfe schaffen hier nur die Reduktion der Belastung, Physiotherapie und Krankengymnastik und die Verordnung abschwellend wirkender Schmerzmittel. Deshalb gehört jeder Schulterschmerz, der über mehrere Tage dauert, in ärztliche Behandlung.

Sollte keine Besserung erreicht werden, ist eine Röntgenuntersuchung oder eine Kernspintomographie notwendig, um Veränderungen am Knochen und den ansetzenden Sehnenplatten zu erkennen. Die fachärztliche Begutachtung dieser Untersuchung durch einen Unfallchirurgen oder Orthopäden stellt dann die Weichen für weitere Behandlungsmöglichkeiten.

Wenn ein therapieresistentes Schmerzsyndrom vorliegt, kann eventuell auch eine Operation helfen. Diese kann als schonendes Spiegelungsverfahren (Arthroskopie) und „offen“ erfolgen. Hier wird der schmerzende Schleimbeutel entfernt und der Raum unterhalb des Schulterdaches durch Resektion von Knochenanteilen erweitert. Sollten komplexe Risse oder Defekte des Sehnengewebes vorliegen, wird ggfs. „offen“ operiert. Wichtig ist die ärztlich begleitete Krankengymnastik und Physiotherapie nach solchen Eingriffen. Bei fortgeschrittenem Verschleiß des Schultergelenkes selbst – als Omarthrose bezeichnet – und entsprechender Schmerzsymptomatik bringt ein künstlicher Gelenkersatz Beschwerdelinderung und Besserung der Leiden.

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