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Hameln (git). Daruntergucken, von oben reinschauen, einfach nur staunen, reden, erinnern, fachsimpeln, freuen… Beliebig viele Verben ließen sich noch aufzählen, die das 8. Oldtimertreffen auf dem Hefehof beschreiben. Schon etwa eine Stunde nach Beginn des Treffens herrschte Hochbetrieb. Ein Gewimmel aus Automobilen, Motorrädern, Rollern, Traktoren, Menschen und Besuchern füllt das Gelände am Hefehof. Der Besuchertyp „Frau“ zeigte sich dabei ebenso interessiert wie der Besuchertyp „Mann“. Allerdings schaute „Frau“ vornehmlich auf Farbe und Form, während „Mann“ sich gezielt nach Modell und Baujahr umblickte.

veröffentlicht am 03.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 15:41 Uhr

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Aussteller Heinz Fischer, der seinen schwarzen Chevrolet AC Sedan Baujahr 1929 (46 PS, 3200 ccm Hubraum, 6 Zylinder) präsentierte, kann diese unterschiedlichen Sichtweisen bestätigen: „Mit den Männern unterhalte ich mich über handwerkliche Dinge, die Herren fragen zum Beispiel, woher ich die Originalteile bezogen habe. Die Damen schauen sich die Innenausstattung an und erkundigen sich, ob man den Oldtimer auch zu Hochzeiten mieten könnte.“ Fischer hat seinen Oldtimer sieben Jahre lang eigenhändig restauriert. „Hier gibt es keine Schraube, die ich nicht schon einmal in der Hand gehalten habe“, sagt er. Einer der jüngsten Aussteller und Oldtimerbesitzer des 8. Oldtimertreffens am Hefehof ist der 18-jährige Silvan König. Er präsentiert seinen VW-Käfer, Baujahr 1969. Im Gegensatz zu Oldtimerkollege Fischer steht der junge Hamelner noch am Anfang der Restaurationsarbeiten seines Fahrzeugs. Mit den Ausstellernachbarn Elke und Werner Kahl aus Kassel haben sich Silvan König und sein Vater Stephan bereits angefreundet. Erfahrungen werden schon fleißig ausgetauscht. Die Kahls präsentieren einen Triumph Spitfire, Baujahr 58. Sie sind zum vierten Mal dabei, quasi „alte Hasen“, und geben ihr Wissen gerne weiter.

An seine Jugendjahre erinnert fühlt sich Besucher Hans-Joachim Lange, der mit Enkel Thilo gekommen ist und dem Sprössling seine Jugendautos zeigen möchte. „Die Oldtimer sind alle viel toller als die heutigen Autos“, urteilt Thilo. An seine Jugend erinnert fühlt sich auch Ralf Specht. Der Oldtimerfreund ist heute sowohl Aussteller als auch staunender Besucher. Er bewundert gerade mit Tochter Ann-Kathrin „Kit“, das berühmte Night-Rider-Auto aus der gleichnamigen amerikanischen Fernsehserie. Specht ist seit fünf Wochen selbst stolzer Besitzer eines Audi 80 Typ 81, Baujahr 1979, in Monacoblau. „Der Audi ist ein Scheunenfund und soll nur bei schönem Wetter gefahren und natürlich bei solchen Oldtimertreffen genutzt werden“, erklärt Specht.

Mittlerweile kann Organisator Reinhard Burkhart vom Motor-Veteranen-Club Hameln die Früchte seiner Anfangsarbeit in vollen Zügen genießen. Rund 600 Aussteller und circa 3000 Besucher waren zu dem Treffen gekommen. Mitmachen konnte jeder, dessen Fahrzeug mindestens 30 Jahre alt ist.

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  • Christian Popp (hier mit seiner Tochter) gewann den Preis für das älteste Fahrzeug (Baujahr 1928).

Über eine Entwicklung ist Burkhart besonders glücklich: zusammen mit Jobst-Walter Dietz vom Hefehof eine Plattform für Oldtimerinteressierte geschaffen zu haben, die sich einen guten Namen gemacht hat, das Oldtimertreffen gehört zu den größten in Norddeutschland.

Ein Highlight war um 16 Uhr eine Preisverleihung. Den Pokal für die weiteste Anreise gewann Dr. Freimut Hintsch, der mit seinem Cadillac Fleedwood, Baujahr 1960, aus Berlin gekommen war. Den Preis für das älteste Fahrzeug bekam ein BMW Dixi aus dem Jahr 1928 von Christian Popp und zum „Star of the show“ wurde ein Fiat Topolino, Baujahr 1953, von Ekkehard Fechtel gekürt.

Eine Bildergalerie zum Treffen gibt es auf dewezet.de

Wie Mann und Frau aufs Auto schauen

Rund 3000 Besucher beim 8. Oldtimertreffen auf dem Hefehof / Ältester Wagen von 1928

600 Aussteller präsentierten gestern ihre Oldtimer auf dem Hefehof-Gelände.Fotos: git

Christian Popp (hier mit seiner Tochter) gewann den Preis für das älteste Fahrzeug (Baujahr 1928).

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