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Hameln. Warum den Samstagabend eigentlich mit der Sendung „Deutschland sucht den Superstar“ im Fernsehen bestreiten, wenn man doch immerhin das Supertalent live auf der Bühne sehen kann?! Der Mann mit der Mundharmonika, Michael Hirte, begeisterte am Sonnabend in der gut besuchten Rattenfänger-Halle.

veröffentlicht am 15.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 07:21 Uhr

Autor:

Julian Mau
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„Michaeeeel, wir lieben dich!“, ruft jemand aus dem Publikum. Es wird geklatscht, geschunkelt und gebrüllt – Stimmung wie im RTL-Studio, so, wie es Millionen Zuschauer kennen, hier nur ohne Kameras. Standing Ovation ab dem ersten Lied für Hirte und das zwölfköpfige Orchester unter der Leitung von Otti Bauer. Der 22-jährige Fan Mike Jarczynski freut sich: „Der Michael ist einfach so geblieben wie er ist – sehr natürlich.“ Super Stimmung: Das Publikum lacht, applaudiert, springt auf, jubelt, setzt sich und springt wieder auf - Hirte kommt an!

„… sonst stirbt man beim Spielen“

Bekannt wurde der ehemalige Straßenmusiker durch die RTL-Castingshow „Das Supertalent“. Für Jurymitglied Dieter Bohlen zählte Hirte von Anfang an zu den Favoriten. Genau wie für die 54-jährige Christa Fulge. Während des Konzerts, das sie mit ihrem Mann besucht, erinnert sie sich zurück an die Fernsehshow: „Das war auch für uns gleich der Top-Mann. Der spielt einfach so gefühlvoll. Heute Abend haben wir beide gleich wieder Tränen in den Augen gehabt.“ Angerufen hätten sie bei jeder Sendung mindestens einmal für Hirte. Anrufen müssen sie nicht mehr, jetzt steht er da, live, hautnah – ein Autogramm will sich das Ehepaar später auch noch holen. Und Inspiration für das eigene Freizeitverhalten gibt’s bei dem Konzert gleich dazu. Manfred Fulge: „So, wie der spielt, überlege ich, meine Mundharmonika auch mal wieder hervorzukramen und ein bisschen zu üben.“ Von dem Vorschlag hält seine Frau anscheinend nicht viel und lauscht lieber wieder dem Original.

Lieder vom fünffach mit Gold ausgezeichneten Album „Der Mann mit der Mundharmonika“ und Titel vom kommenden Album gibt das Supertalent zum Besten, mit gesanglicher Unterstützung von Laura Martìn und Silvio d’Anza, die auch durch das Programm begleiten. Notwendig, denn: Hirte scheint permanent zu vergessen, was er eigentlich gerade sagen wollte und welcher Titel als nächstes kommt. „Unprofessionell“ würden einige sagen – aber doch nicht beim Michael. Die schüchterne und verunsicherte Art des ehemaligen Lkw-Fahrers kommt an: „Der ist einfach überhaupt nicht abgehoben und immer noch derselbe“, heißt es immer wieder. Stimmt: Ungeniert putzt sich der Mann mit der Mundharmonika zwischen zwei Liedern die Nase: „Das ist wichtig, dass die frei ist, sonst stirbt man beim Mundharmonika spielen!“ Gelächter im Publikum.

Zugabe über Zugabe

Nach dem eigentlichen Konzert minutenlanger Applaus – und eine Zugabe nach der anderen: „Pippi Langstrumpf“, „An der Nordseeküste“, „Über sieben Brücken musst du gehen“. Es wird gesungen, ein bisschen geweint und geschunkelt! Die Hamelner Rattenfänger-Halle bebt. Ein gelungener Abend.



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