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Hinter Buden und Bühnen – so lief’s im Handel

veröffentlicht am 22.06.2009 um 19:15 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:37 Uhr

Hameln (kar/wul). Tagelang gesperrte Straßen und beschränkt zugängliche Parkhäuser, von Bühnen, Ständen und Buden verstellte Geschäfte zum Wohle der Feiernden – aber auch zum Wohle des Einzelhandels und der Gastronomie?

„Das Landesfest war super!“ Darin sind sich Hamelner Gastronomen und Einzelhändler einig, auch wenn sie zum Teil nur wenig Umsatz machten. „Aber Hameln hat sich gut verkauft und ist auch überregional dank der großen Medienpräsenz hervorragend vermarktet worden“, sagt Einzelhandelssprecher Holger Wellner. Das positive Image Hamelns als Erlebnisstadt, das in allen Berichten vermittelt worden sei, werde sich nachhaltig auszahlen und auch Leute locken, die den Tag der Niedersachsen verpasst haben, ist Wellner überzeugt. Zwar ging an den drei Festtagen in den Geschäften „erwartungsgemäß wenig“ über die Ladentresen, aber „die Umsätze, die gemacht wurden, waren echte Umsätze“, hat Wellner beobachtet; denn gekauft hätten vorwiegend Auswärtige. „Die Hamelner haben sich vorher eingedeckt oder kommen jetzt, nachdem sich der Trubel wieder gelegt hat“, so der Einzelhandelssprecher.
 „Den Handel hat’s getroffen, die ganze Woche war schlecht“, sagt Center-Manarin Kirsten Jackenkroll über die Kundenfrequenz in der Stadt-Galerie. Das Parkdeck sei relativ leer gewesen, da viele Kunden gar nicht wussten, ob sie überhaupt mit dem Auto in die Stadt kommen können. Jackenkroll hofft auf einen Positiveffekt in den Köpfen der Besucher, nachdem das Landesfest so gut angekommen ist.
 „Der Tag der Niedersachsen war eine tolle Sache für die Stadt und ein einzigartiges Erlebnis“, findet Michael Kolzuniak, Vorsitzender des Stadtmarketing- und Verkehrsvereins. Als Geschäftsführer des heimischen Media-Marktes stellt er für das Großereignis selbst und die Aufbautage allerdings fest: „Die Kundenfrequenz für die Außenbereiche war durch die Umleitungen und veränderten Streckenführungen eher nachteilig fürs Geschäft.“ Kolzuniak: „Viele haben ihre Einkaufstermine verschoben oder sind woanders hingegangen.“ Persönlich hat Kolzuniak so eine Veranstaltung wie den Tag der Niedersachsen vor Ort noch nicht erlebt: „Daher verfüge ich auch nicht über Vergleichsmöglichkeiten.“
 Die hat im gastronomischen Bereich dagegen Holger Maas vom gleichnamigen Party-Service zur Ausgangsbasis für seine Erwartungen gemacht: „So stark wie die Lachsmeile aber war der Umsatz beim Landesfest nicht“, stellt Maas fest, der mit der Kundenfrequenz an seinem Stand auf dem Pferdemarkt aber trotzdem zufrieden war: „Die Leute konnten sich bei uns reinsetzen und wenn ein Schauer kam, war es richtig voll“, so Maas. Richtig voll war es nicht nur während der Regengüsse in den Cafés und Kneipen in der Innenstadt. „Beim Umzug war schlagartig Schluss“, bilanziert Gabriele Güse für Museumscafé und Café täglich. Danach seien die Cafés wieder gestürmt worden. Güse: „Unser Geschäft hat sich gedreht.“ „Ja, es ist gut gelaufen, es war voll“, bestätigt auch Christina Hartlieb-Fricke vom Rattenfängerhaus.
 An den Buden vor den Radiobühnen ging es an allen Tagen hoch her, so wie an Peter Ehlerdings Stand bei der populären NDR-Bühne. Und auch die Laser-Show wirkte sich auf Gastronomie am Weserufer positiv aus: „Schon zwei Stunden vorher war im Biergarten der Bär los“, sagt Güse für das Hotel Stadt Hameln. Danach habe sich aber alles ganz schnell aufgelöst.
 Im Laufe des Tages packten gestern allerorts Männer und Frauen an, bauten Bühnen ab, beseitigten Festtagsreste und verwandelten Hameln wieder in die beschauliche Rattenfänger- und Einkaufsstadt – mit unbeschränktem Zugang und ohne Straßensperrungen und Sonderregelungen.



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