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Glory Gospel Singers: Profis mit Klassikern

Himmlische Stimmen im Münster

Hameln. Die Vorfreude im mit 350 Konzertgästen sehr gut besuchten Münster St. Bonifatius ist nahezu mit Händen zu greifen. Und in der Tat scheinen schon nach wenigen Takten alle Dämme der Begeisterung zu brechen. Die vier Sängerinnen und zwei Sänger, die auf der Treppe vor dem großen Weihnachtsbaum Aufstellung genommen haben, lassen den Funken sofort überspringen und wie ein Lauffeuer verbreitet sich das Gospel-Feeling in der altehrwürdigen Kirche.

veröffentlicht am 29.12.2014 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 17:21 Uhr

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Autor:

Ernst August Wolf
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Als Jasmine Hill das Solo „Amazing Grace“ singt, klar, hell, ausdrucksstark, ist das Publikum hin und weg. Und so gerät das sich anschließende

„I will follow you“ zu einer beeindruckenden Mitklatschnummer. Nahezu ekstatisch endet dann das sich die Tonleiter in Halbschritten hinaufarbeitende, kontinuierlich steigernde „Praise the Lord“. Jede neu erklommene Stufe von orkanartigem Beifall und vielen verzückten „Ahhs“ und „Ohhs“ begleitet.

Natürlich fehlen auch vertraute, liebgewordene Klassiker des Genres nicht. „Down by the Riverside“ und „O When the Saints“, „Go tell it on the Mountain“, alles mit viel Gefühl, mitunter sehr sakral, stets aber mit einem immensen Gespür für den sehr stark hallenden Raum vorgetragen. Auch die Hymne der Bürgerrechts- und Protestbewegung aus den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, „We shall overcome“, wird auf stark sakrale Klänge zurückgestutzt, reich verziert und sehr virtuos als Solo vorgetragen.

„Wir sind alles ausgebildete Sängerinnen und Sänger“, erklärt Leiter Shaun Saunders in der Garderobe. „Es gibt einen strengen Ausleseprozess, sodass nur die Besten eine Chance haben, mit auf Tour zu gehen.“ Die Show der „Glory Gospel Singers“ ist durch und durch professionell, setzt vor allem auf Bekanntes, Vertrautes und bezieht in Wechselgesängen das Publikum überaus gekonnt ein. Mit sichtbarem Erfolg, denn die gemeinhin eher reservierten Hamelner geben sich den Gospelrhythmen und musikalischen Animationen der New Yorker Sänger voll und ganz hin.

Ob nun trauriges Solo oder ekstatisches „O Happy Day“, eine Woge der Begeisterung nach der anderen schwappt durchs Münster. Zweifellos: Die sechs „Glory Gospel Singers“ verstehen ihr Handwerk – künstlerisch wie kommerziell. Selten hat jemand eine CD so charmant und erfolgreich angepriesen wie Chorleiter Saunders.



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