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Junge Hamelner unterstützen Projekte in der Ukraine

Hilfseinsatz statt Sommerferien

Hameln (ww). 29 jugendliche Mitglieder der freikirchlichen Christengemeinde Hameln sowie befreundeter Jugendgruppen aus der Region werden am Freitag, dem 17. August, für zwei Wochen in die ukrainische Stadt Chmelnyzkyj reisen, um dort soziale und humanitäre Projekte zu unterstützen.

veröffentlicht am 09.08.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 19:41 Uhr

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Begleitet von sechs Betreuern werden die jungen Christen von „Youth Alive“, so nennt sich die freikirchliche Jugendgruppe, in dem westukrainischen Industriezentrum Krankenhäuser und Kinderheime besuchen, Open-Air-Konzerte organisieren und auf Spielplätzen ein Ferienprogramm für Kinder auf die Beine stellen. Zudem unterstützen die 13- bis 24-Jährigen aus Hameln, Celle, Hildesheim, Hannover und Detmold die örtliche Christengemeinde bei ihrer Arbeit in der Drogen-Reha.

„Das wird ein sozialer Hilfseinsatz“, erklärt Judith Weisbecker, die bei „Youth Alive“ die Jugendarbeit koordiniert: „Eine solche Fahrt veranstalten wir jedes Jahr, im letzten Jahr haben wir vierzehn Tage in Bulgarien verbracht.“ Ins ukrainische Chmelnyzkyj werden die jungen Helfer mit Kleinbussen reisen, zwei Tage sind für die rund 1500 Kilometer geplant, inklusive einem Stopp in Polen. Finanziert wird der Einsatz durch den Erlös aus verschiedenen Geldeinnahmeaktionen: „Die Jugendlichen haben Mitgliedern unserer Gemeinde ihre Dienste angeboten: Durch Garten- und Hausarbeit, Babysitting und Holzhacken wurden insgesamt 1500 Euro eingenommen“, so Weisbecker, „den Rest finanzieren die Helfer selber, wohnen werden sie bei Familien der Gemeinde in Chmelnyzkyj“.

Ein Dreivierteljahr Vorbereitungszeit steckt in dem Einsatz, der mit Missionierungsarbeit im Übrigen nichts zu tun hat: Zugute kommen wird die Hilfe vor Ort all denjenigen, die bedürftig sind, „die Konfession spielt keine Rolle“, sagt die Jugendleiterin. Im Vordergrund stehe ganz klar die humanitäre Stütze: Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurden in vielen hoch industrialisierten Landesteilen der Ukraine massenhaft Unternehmen geschlossen, die Bevölkerung verarmte, die Arbeitslosenzahlen stiegen massiv an – und mit ihnen die Zahl der Drogensüchtigen. Der massive Drogenmissbrauch in dem osteuropäischen Land ist aber nur ein Problem unter vielen: Auch wenn die kritischen Stimmen, die im Vorfeld der Fußball-Europameisterschaft die politische Entwicklung im Gastgeberland bemängelt haben, seit Juli wieder schweigen – Korruption ist hier nach wie vor an der Tagesordnung.

Mitglieder der freikirchlichen Christengemeinde helfen zwei Wochen lang bei sozialen und humanitären Projekten in der Ukraine. Im vergangenen Jahr (Foto) ging es nach Bulgarien.

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