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Seit Anfang August im Hamelner „FiZ“: Die Unabhängige Teilhabeberatung berät Menschen mit Behinderung

Hilfestellung mit Gesprächen auf Augenhöhe

HAMELN. Zum Monatsbeginn haben Josina Starke und Melanie Siemens-Gerth ihr Büro im Hamelner FiZ in der Osterstraße bezogen. Sie arbeiten für die UTHP, für die Unabhängige Teilhabeberatung Hameln-Pyrmont. Die beiden Frauen sind Ansprechpartner für Menschen mit Behinderungen und für Menschen, denen eine Behinderung droht, wie sie betonen.

veröffentlicht am 04.08.2018 um 12:27 Uhr

Melanie Siemens-Gerth (li.) und Josina Starke leiten die Unabhängige Teilhabeberatung. Ihr Büro befindet sich im Hamelner „FiZ“. Foto: ll
Lars Lindhorst

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Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite
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Die Aufgaben der UTHP: Den Menschen aufzeigen, wie sie sich eine ihren Wünschen entsprechende Lebensgestaltung ermöglichen können. Das neue Angebot für Hameln-Pyrmont ist Teil von rund 500 Projekten, die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert werden. Zunächst ist die Finanzierung der Teilhabeberatung bis Ende 2020 gesichert. Knapp 200 000 Euro hat der Bund zunächst für die Beratung in Hameln-Pyrmont bewilligt.

Es habe Bedarf zu unabhängiger Beratung gegeben, sagt Melanie Siemens-Gerth zu den Hintergründen. Die rechtlichen Grundlagen seien mit dem im letzten Jahr verabschiedeten Bundesteilhabegesetz geschaffen worden. „Es sollen ausdrücklich keine Kostenträger dahinterstecken.“ Das Beratungsangebot rücke die Ratsuchenden in den Vordergrund, so Siemens-Gerth.

Besuche von Ratsuchenden hatten Juristin Starke und die Systemische Beraterin Siemens-Gerth bereits in den ersten Tagen nach Eröffnung im FiZ. „Dabei geht es um alle Probleme, die sich im Leben ergeben“, sagt Josina Starke. Hilfen bei der Wohnungssuche oder der Antragstellung bei Behörden gehören genauso dazu wie die Beratung bei Problemen am Arbeitsplatz.

Ein besonderer Stellenwert dabei hat laut Josina Starke die sogenannte „Peer-Beratung“: Menschen mit Behinderung beraten Menschen mit Behinderung, geben Wissen und eigene Erfahrungen weiter – dann bekomme die Beratung zusätzliches Gewicht. „Und dadurch entsteht Augenhöhe“, ergänzt Melanie Siemens-Gerth.

Die Unabhängige Teilhabeberatung Hameln-Pyrmont findet sich im „Familie im Zentrum“ in der Hamelner Osterstraße im zweiten Stock. Öffnungszeiten: montags, mittwochs, freitags von 10 bis 13 Uhr; dienstags und donnerstags von 15 bis 18 Uhr und jeden zweiten Samstag im Monat von 10 bis 13 Uhr. Telefonisch erreichbar sind Josian Starke und Melanie Siemens-Gerth unter 05151/4079178 oder per E-Mail unter info@uthp.de.

Zeitgleich mit der Inbetriebnahme der UTHP zum 1. August, teilen der UTHP-Trägerverein mit, wurde die bisherige Beratungsstelle für Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen, die bislang von der Lebenshilfe Hameln-Pyrmont und der Paritätischen Lebenshilfe Schaumburg-Weserbergland betrieben wurde, eingestellt.



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