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Frühstück, Beratung und ein Bett für Obdachlose in Hameln

Hilfe, wo die Not am größten ist

Hameln (cal). Jetzt, in der kalten Jahreszeit, wird es draußen langsam ungemütlicher, vor allen für all diejenigen, die kein Dach über dem Kopf haben. Wenn die Not am größten ist, bieten die freiwilligen Helfer des Senior-Schläger-Hauses diesen Menschen wieder ein kostenloses Frühstück und einen warmen Platz an. Der „Runde Tisch Obdachlosigkeit“ rief das Projekt vor 14 Jahren ins Leben. Seitdem wird das Frühstück von den christlichen Gemeinden Hamelns und dem Civitan-Club ausgerichtet.

veröffentlicht am 28.10.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 18:21 Uhr

Hier gibt es auch in diesem Winter wieder Frühstück für Obdachlo
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Das Angebot gilt jeweils von 7.30 Uhr bis 9 Uhr und richtet sich an alle, die kein warmes Zuhause haben oder bedürftig sind. „Zum zweiten Mal findet dieses Frühstück jetzt schon im Senior-Schläger-Haus statt“, berichtet Martin Hoffmann, Pastor der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Hameln/Bad Pyrmont und Sprecher des Runden Tisches.

Unter dem Dach des Schläger-Hauses vereinen sich viele Hilfen für Obdachlose und bedürftige Personen. Nicht nur das Frühstück wird angeboten, sondern auch Übernachtungsmöglichkeiten gibt es, außerdem Beratung und Unterstützung. „Seit diesem Jahr dürfen auch Hunde der Besucher mit übernachten. Und auch immer mehr Frauen fragen nach einem Bett“, schildert Hoffmann die Nachfrage. Neben den bekannten Hilfen will der Verein nun vermehrt Freizeitmöglichkeiten anbieten. Es soll unter anderem sportliche Angebote wie Schwimmen oder Tischtennistuniere geben, und auch Bildungsangebote sind geplant.

Morgens um 6.30 Uhr stehen die ersten ehrenamtlichen Mitarbeiter bereit, um das Frühstück vorzubereiten. Die Brötchen dafür werden von den Kirchengemeinden und der Bäckerei Pernath gespendet. „Das Frühstück ist eine Kontaktmöglichkeit zwischen den Helfern und den Obdachlosen“, so Stefan Keil, zweiter Vorstand des Vereins Senior-Schläger-Haus e.V und Gemeindereferent von St. Augustinus.

Nach dem Frühstück beginnt die Arbeit der Sozialarbeiter, die sich um die Probleme und Sorgen der Gäste kümmern. Außerdem besteht dann die Möglichkeit, Wäsche zu waschen, zu duschen oder etwas zu essen zu kochen.

Die Besucher der Einrichtung werden immer mehr, aber auch die Zahl der Helfer wird größer. „Im letzten Jahr hatten wir täglich fünf bis 28 Gäste. Dieses Jahr werden es sicher mehr“, sagt Hans Jürgen Krauß, erster Vorsitzender der Senior-Schläger e.V. Die meisten seien Stammgäste der Einrichtung, aber auch viele Durchreisende stärken sich dort nach Krauß’ Worten.

Entgegen mancher Befürchtungen gibt es bisher keine Beschwerden der Anwohner. „Wir verstehen uns mit allen Nachbarn gut und werden akzeptiert“, betont Dr. Gerhard Bulczak, der die Koordination der Helfer übernommen hat. „Das Haus hat in Hameln die vielen Hilfsbedürftigen wieder ins Gedächtnis gerufen und bietet ihnen ein Gefühl von Gemeinschaft und Anerkennung“, hofft Keil.



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