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Verein AkKi feiert runden Geburtstag / Projektförderung soll nachhaltig sein / Spenden nehmen ab

Hilfe für Kinder – mit Herz und mit Geld

Hameln (CK). Als Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Hameln vor mehr als zehn Jahren die Kirchentage vorbereiteten und sich dafür auf die Suche nach sozialen Notständen in der Stadt begaben, waren sie teilweise erschüttert. Und sagten sich: „Hier muss etwas getan werden.“ Das war die Idee, die am 25. Januar 1999 unter der Schirmherrschaft der früheren Oberbürgermeisterin Christa Bruns – sie steht zugleich für die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit – zur Gründung der Aktion Kinderhilfe, kurz AkKi, genannt, führte. Frauke Bulczak, noch heute Schriftführerin im Verein, hieß die erste Vorsitzende.

veröffentlicht am 24.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 05:41 Uhr

B. Killmann
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Seither hat AkKi sich um viele Projekte gekümmert, in deren Zentrum die Hilfe für Kinder steht, die von Gewalt oder Missbrauch betroffen sind. Insgesamt 17 sind es, die AkKi fördert, wobei nach den Worten von Beate Killmann, der gerade erst wiedergewählten ersten Vorsitzenden, die präventive Arbeit mehr in den Vordergrund gerückt werden soll. „Man muss bei den Familien anfangen“, weiß sie aus ihrer Tätigkeit.

Beispiel dafür ist ein Projekt, das an einem Hamelner Kindergarten angesiedelt ist. Dort arbeitet eine Sozialpädagogin, die in die Familien geht und zumeist junge, überforderte Mütter oder solche mit Migrationshintergrund berät und betreut. „So kann früh auf Auffälligkeiten reagiert werden“, sagt Beate Killmann. Reaktion – das bedeutet für AkKi: Geld zur Verfügung stellen, wenn „Notrufe“ aus den Projekten kommen. Denn die dort tätigen Mitarbeiter hätten überhaupt nicht die Zeit, sich um das Einwerben von Mitteln zu kümmern.

Es sind beeindruckende Summen, die die Kinderhilfe jährlich zur Verfügung stellt: „Wir haben 80000 Euro, mit denen wir alle Projekte jeweils für ein Jahr absichern können. So gibt es etwa Zuschüsse für den Kinderschutzbund oder aber die Kinderwelten. Insgesamt wird die Kinderarmut größer“, sagt die 56-Jährige, die auch beobachtet hat, dass Kinder in den letzten 15 Jahren aggressiver geworden sind, dass es generell mehr Vernachlässigung gibt. Und dass Missbrauch vielfach noch immer ein Tabuthema ist.

Das erste „eigene“ Projekt, das durch die Initiative von AkKi entstanden ist, ist die „Haltestelle“ in Afferde,. „Das funktioniert gut. Die Jugendlichen sind nicht mehr so häufig auf der Straße und sind gewaltfreier geworden“, so die Vorsitzende, die auf die Angebote wie Hausaufgabenbetreuung oder Bewerbungstraining hinweist. Alle anderen Projekte, die AkKi fördert, bestanden bereits, die Hilfe des Vereins ist auf Nachhaltigkeit angelegt. Beate Killmann: „Wir ersetzen in vielen Fällen quasi den Staat.“

Das größte Problem, mit dem der Verein zu kämpfen hat: Das Geld wird weniger. „Potenzielle Spender sind zurückhaltender geworden, die Probleme werden größer“, bedauert die Vorsitzende, die deshalb in der Mitgliederwerbung eine Hauptaufgabe sieht. Derzeit unterstützen 150 Personen den Verein durch ihre Mitgliedschaft, hin und wieder wird er auch seitens der Staatsanwaltschaft durch Bußgelder bedacht, aber: „Das ist extrem eingebrochen.“

Ein Dankeschönessen für die Sponsoren von AkKi gab’s vor kurzem in der Elisabeth-Selbert-Schule – aber in erster Linie denken die Mitglieder an die Kinder, die Hilfe brauchen.

Fotos: Wal



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