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Frauenklinik engagiert sich im Rahmen der Inkontinenzwoche

Hilfe bei einem Tabuthema

Hameln (CK). Inkontinenz – die Erkrankung ist noch immer ein Tabuthema. Dabei ist sie nach Einschätzung der deutschen Kontinenzgesellschaft e.V. (GIH) eines der führenden Probleme in Gesellschaften mit vielen alten und älter werdenden Menschen – ein Drittel aller Frauen über 50 und etwa die gleiche Menge der Männer über 70 Jahren leiden an Harn- und/oder Stuhlinkontinenz. Vor allem ältere Betroffene scheuen sich oft, sich mit ihren Problemen an Gynäkologen, Urologen oder die Hausärzte zu wenden. Im Rahmen einer weltweiten Öffentlichkeitswoche soll mit Vorurteilen aufgeräumt und Hilfsangebote vorgestellt werden. In Hameln engagiert sich für dieses Tabuthema die Frauenklinik am Sana-Klinikum.

veröffentlicht am 12.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 05:21 Uhr

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„In Deutschland ist eine unbehandelte Inkontinenz immer noch die häufigste Heimeinweisungsdiagnose“, sagt Chefarzt Dr. Thomas Noesselt. Seit mehr als zehn Jahren hat die Hamelner Frauenklinik nach seinen Worten ein Beratungszentrum der Deutschen Kontinenzgesellschaft etabliert. Die Urogynäkologie kümmert sich um die Erkrankungen, die zwischen den Fächern Gynäkologie, Urologie und Proktologie angesiedelt sind. „Über unsere urogynäkologische Ambulanz können Frauen mit Inkontinenz- oder Senkungsbeschwerden umfassend diagnostiziert und dann auch konservativ sowie operativ therapiert werden. In der Sprechstunde behandele ich jedes Jahr 550 Patienten, die aus dem Landkreis und auch den umliegenden Landkreisen uns zugewiesen werden“, sagt Noesselt.

Entsprechend habe sich über die Jahre die Kooperation mit den beteiligten Fachdisziplinen der Urologie und der Proktologie weiterentwickelt, sodass für dieses Jahr, wenn erstmalig eine Gesamtzertifizierung eines interdisziplinären Beckenbodenzentrums möglich sei, diese gemeinsamen Versorgungen in den drei beteiligten Fachgebieten interdisziplinär zusammengefasst und zertifiziert werden sollen.

Der Chefarzt: „Durch deutliche und freimütige Diskussionen in der Öffentlichkeit und über die Patienten, die Erfahrungen mit uns gesammelt haben, soll das Thema ,stubenrein‘ werden, sollen Betroffene ermutigt werden, sich vertrauensvoll an ihre Ärzte zu wenden.“ Denn die meisten Inkontinenzen können nach seinen Worten geheilt oder deutlich gebessert werden. Dazu gebe es eine große Anzahl von konservativen Behandlungsmethoden wie gezielte Beckenbodengymnastik, Blasentraining und die medikamentöse Therapie, ferner einen Katalog verschiedener operativer Maßnahmen, die in den betroffenen Fachgebieten vorgehalten würden und auch simultan zu Einsatz kommen.

Folgende Aktionen sind im Rahmen der „World Continence Week“ vom 18. bis 24. Juni geplant: Montag, 18. Juni, um 17.30 Uhr im Rahmen der Patientenakademie des Sana-Klinikums Hameln im „blauen Salon“ ein Vortrag von Dr. Thomas Noesselt mit dem Thema „Kein Schicksal sondern behandelbar: Die weibliche Inkontinenz“.

Informationsveranstaltung in der m&i Fachklinik Bad Pyrmont am Freitag, 22. Juni, von 16.30 bis 18.30 Uhr ein Vortrag (ebenfalls von Noesselt) zum Thema „Wechseljahrsbeschwerden und Inkontinenz, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten“.

Außerdem gibt es Informationsstände zum „Markt der Möglichkeiten“ und aktives Beckenbodentraining für Interessierte durch die Physiotherapeutin Ulrike Vogelsang.



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