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„Arneken Galerie“ eröffnet am 29. März – Einzugsgebiet bis zur Kreisgrenze Hameln-Pyrmonts

Hildesheim will Hameln Konkurrenz machen

Hameln (wer). Wenn am 29. März die „Arneken Galerie“ in Hildesheim ihre Pforten öffnet, schauen Hamelns Einzelhändler genau hin. Spätestens seit Hildesheims Oberbürgermeister Kurt Machens offen ausgesprochen hat, das neue Einkaufszentrum solle den Nachbarstädten Konkurrenz machen, steht das Projekt unter Beobachtung. Gravierende Einschnitte in den eigenen Kundenstamm indes befürchtet der Hamelner Handel nicht.

veröffentlicht am 10.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 20:41 Uhr

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In die Arneken-Galerie, gebaut vom ECE-Mitbewerber Multi Development und der Sparkasse Hildesheim, sollen 90 Shops auf 27 000 Quadratmetern Fläche (inklusive Büros und Kindertagesstätte) einziehen. Das projektierte Einzugsgebiet erstreckt sich im Osten bis Salzgitter, im Westen bis an die Kreisgrenze Hameln-Pyrmonts. Im Interview mit der „Hildesheimer Allgemeinen Zeitung“ lässt Hildesheims Oberbürgermeister Machens keinen Zweifel aufkommen: „In der Tat wollen wir den Städten Hameln, Salzgitter oder Goslar Konkurrenz machen.“

Die Einzugsgebiete der Arneken Galerie und der Hamelner Stadt-Galerie überschneiden sich. In ihrer Studie von Oktober 2010 hat die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ermittelt, dass das Einzugsgebiet des Hamelner ECE-Centers im Vergleich zu den Prognosen von 2003 sogar noch weiter nach Osten expandiert ist, über Elze und Nordstemmen hinaus bis vor die Tore Hildesheims. Im Westen des Landkreises Hildesheim und im Osten Hameln-Pyrmonts kommen sich die beiden Einkaufszentren ins Gehege.

Doch in Hameln sieht man die Entwicklung gelassen. „Ich erwarte nur einen geringen Effekt, wir sind mit der Stadt-Galerie gut aufgestellt“, sagt die neue Center-Managerin Susanne Schubert. Die Überschneidungen seien so minimal, dass man keine aktiven Werbemaßnahmen in den betreffenden Gebieten gestartet habe.

Auch Holger Wellner, Vorsitzender des Einzelhandelsverbandes Hameln-Pyrmont, sieht „keine dramatische Gefahr“ im Verzug, geht aber zumindest in den ersten Monaten von „spürbaren Effekten“ aus. Die Einzugsbereiche beider Städte würden sich bereits jetzt überschneiden, die zusätzliche Verkaufsfläche verstärke dies. Allerdings glaubt Wellner, dass sich Verschiebungen nur im geringen Prozentbereich abspielen. Stärker betroffen als Hameln könnten andere Städte in der Region sein, die eine „kritische Größe“ unterschreiten und nicht mit einem Pfund wie der Stadt-Galerie wuchern könnten.

Wellner sieht im jahrelangen Expansionstrend bei den Verkaufsflächen ein generelles Problem. Jede neue Fläche vergrößere die vorhandenen Überkapazitäten. Dass andere dabei auf der Strecke bleiben, sei zwangsläufig.



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