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49 Mitarbeiter sind betroffen – Betrieb des Autohauses läuft weiter und soll gerettet werden

Hild & Co. meldet Insolvenz an

Hameln. Das Hamelner Autohaus Hild & Comp. GmbH hat wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Insolvenz angemeldet. Der Bückeburger Rechtsanwalt Olaf Handschuh ist vom Amtsgericht Hameln zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt worden. Auf Anfrage unserer Zeitung legte Handschuh Wert auf die Feststellungen, „dass das Unternehmen aktuell nicht zahlungsunfähig ist und dass der Betrieb vollständig weiterläuft“. Von der Insolvenz sind 49 Mitarbeiter betroffen.

veröffentlicht am 23.11.2013 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 15:41 Uhr

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Autor:

von thomas thimm
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Auf einer gestern in Hameln stattgefundenen Betriebsversammlung machte Handschuh deutlich, dass die Geschäftsführung von Hild & Co. frühzeitig und damit richtig gehandelt habe: „Der Antrag ist zu einem frühen Zeitpunkt gestellt worden, damit die Sanierungschancen steigen.“ Handschuhs Aufgabe ist es nun, rechtlich den Betrieb fortzuführen sowie die genauen wirtschaftlichen Gründe für die drohende Zahlungsunfähigkeit festzustellen. Ob die Schwierigkeiten des Hamelner VW-Händlers mit dem allgemeinen Absatzeinbruch im Gebrauchtwagenmarkt oder mit einer falschen Firmenpolitik zusammenhängen, konnte und wollte Handschuh gestern noch nicht sagen. Sein Ziel ist es in jedem Fall, Hild & Co. wieder auf stabile Beine zu bekommen. Handschuh: „Ich sehe eigentlich gute Chancen, dass der VW-Standort erhalten bleibt.“ Dazu sei allerdings notwendig, dass sich auch der Volkswagen-Konzern verhandlungsbereit erklärt. Bis gestern gab es noch keine offizielle Stellungnahme aus Wolfsburg.

In der Branche ist bekannt, dass auch die nicht ganz einfach zu durchschauende Konstruktion des Automarktes mit dem Hersteller und der Konzernbank einerseits sowie dem Händler andererseits durchaus ihre Tücken haben kann. Insolvenzverwalter Handschuh sagte dazu gestern: „Wir müssen nun in Verhandlungen mit Gläubigern, insbesondere der VW-Bank, erreichen, dass der Hamelner Betrieb fortgeführt werden kann.“ Handschuh kennt sich in diesem Metier offenbar gut aus, schließlich hat er nach eigener Aussage bereits mehrere VW-Autohäuser saniert.

Auch für das bereits im Jahr 1932 gegründete Hamelner Autohaus Hild & Comp. ist Handschuh optimistisch: „Ich gehe davon aus, dass der Kern des Unternehmens gesund ist. Wenn man die Rahmenbedingungen nachjustiert, dann müsste es weitergehen. Schließlich macht das Autohaus einen guten Eindruck.“ Damit das so bleiben kann, hatte der Insolvenzverwalter vor allem auch für die 49 Mitarbeiter so kurz vor Weihnachten eine gute Nachricht im Gepäck: „Die Gehälter für November, Dezember und Januar sind vollständig abgesichert. Es gibt also keine akute soziale Problematik.“ Handschuh war gestern noch dabei, eine sogenannte Insolvenzgeldvorfinanzierung über eine Bank hinzubekommen. Dabei tritt eine Bank in Finanzierungsvorleistung für die Gehälter und holt sich später das Geld von der Bundesanstalt für Arbeit wieder. So ist dann aber gewährleistet, dass die Gehälter der Mitarbeiter nicht erst etwa im Februar kommen, sondern wie gewohnt monatlich und pünktlich.

Das Autohaus Hild & Comp. GmbH gibt es seit dem Jahr 1932 in Hameln. Jetzt hat erst mal der Insolvenzverwalter das Wort. Er will das Unternehmen retten.Dana



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