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Lebenshilfe weiht neue Tagesstätte für Behinderte ein

Hier trainieren Menschen für das alltägliche Leben

Hameln (vh/jo). Menschen mit psychischem Handicap finden jetzt Hilfe in der Tagesstätte der Paritätischen Lebenshilfe Schaumburg-Weserbergland an der Hamelner Kaiserstraße. Ziel der Einrichtung ist es, Menschen mit einer psychischen Behinderung einen strukturierten Tagesablauf zu bieten, der an einen „normalen“ Alltag angelehnt ist. Hierfür wird regelmäßig gemeinsam ein Wochenplan aufgestellt, in dem Verantwortlichkeiten, beispielsweise für das Einkaufen und Kochen, geregelt sind. Denn Kochen und gemeinsame Mahlzeiten stehen täglich auf dem Programm und geben Struktur.

veröffentlicht am 13.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 20:21 Uhr

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Zusätzlich stehen kreative Projektarbeiten an, Unternehmungen zum Wochenmarkt, Sport und kleine Ausflüge in die Umgebung. „Dadurch werden lebenspraktische Fertigkeiten trainiert“, erklärt Swantje Krüger, Heilerziehungspflegerin und Ansprechpartnerin in der Tagesstätte. Dies helfe den Teilnehmern bei der Bewältigung krankheitsbedingter und alltäglicher Probleme und Krisen. Ebenfalls hätten diese die Möglichkeit, einmal im Monat ein Gespräch mit einem Psychologen in der Tagesstätte in Anspruch zu nehmen.

Das Angebot der Einrichtung richtet sich speziell an Menschen, die unter psychischen Erkrankungen und seelischen Belastungen leiden. Sie ist Anlaufstelle für Menschen aller Altersgruppen, die beispielsweise einen längeren Klinik- oder Rehaaufenthalt hinter sich haben oder krankheitsbedingt aus dem Arbeitsleben ausgeschieden sind.

Betreut werden die Teilnehmer in einer kleinen Gruppe. „Wir gehen individuell auf die Menschen ein und berücksichtigen dabei ihre Krankheitsbilder“, sagt Swantje Krüger. Die Menschen nähmen das Angebot der Paritätischen Lebenshilfe freiwillig in Anspruch, der zeitliche Rahmen könne nach den persönlichen Bedürfnissen gestaltet werden. „Die Teilnehmer sollten etwa mindestens 20 Stunden die Woche zu uns kommen“, empfiehlt Krüger.

Überdies möchte die Einrichtung eine berufliche Rehabilitation ermöglichen, zum Beispiel in den Werkstätten der Paritätischen Lebenshilfe. „Wir sind an die Werkstätten angedockt, aber räumlich von ihnen getrennt“, sagt Ulrich Hasenbruch, Geschäftsbereichsleiter der Werkstätten in Hameln-Pyrmont. Durch diese Trennung entstehe kein Druck für die Menschen mit psychischer Behinderung, aber eine Kooperation sei auf Wunsch möglich.

Informationen zur Einrichtung unter Telefon 05151/408503.

Unterstützung beim Strukturieren des Tagesablaufs finden Betroffene bei der Lebenshilfe an der Kaiserstraße. Foto: Wal



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