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Ensemble L’Art pour L’Art komponiert gemeinsam Zeitgenössisches mit einer Klasse der Albert-Schweitzer-Schule

Hier klingt die Musik anders als vom MP3-Player

Hameln (red). Im Rahmen des Projektes „Zeitgenössische Musik in der Schule“ der niedersächsischen Sparkassenstiftung besucht das Ensemble L’Art pour L’Art eine 8. Klasse der Albert-Schweitzer-Schule. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern und dem Fachlehrer Oliver Tillmann werden Astrid Schmeling und Matthias Kaul im Musikunterricht zum Thema „Schöner Durch Klang“ arbeiten. Insgesamt finden im Februar 2011 vier mehrstündige Treffen für das Projekt statt.

veröffentlicht am 02.02.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 05:41 Uhr

Schon zum dritten Mal dabei: Fachlehrer Oliver Tillmann.
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Tillmann, Mitautor eines Musikbuches, ist bereits zum dritten Mal dabei – im Namen der Schule hatte er sich für die alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung beworben und glaubt, dass zeitgenössische Musik sich gut in den Unterricht integrieren lässt. „Diese Richtung ist gerade für Förderschulen ideal. Da gibt es ganz viele verschiedene Kompositionsprinzipien. Und unsere Schüler erzielen wichtige Ergebnisse“, glaubt der Pädagoge. So müssten die einzelnen Schüler bei dieser Musik etwa nicht immer punktgenau den Takt treffen und lernten zudem, dass Musik auch ganz anderes klingen könne, als sie es von ihrem MP3-Player gewohnt seien.

Zum Inhalt des Projektes: Eine Komposition wird einer bemerkenswerten Raumsituation in der Schule gewidmet. Nachdem die Schülerinnen und Schüler den Raum ausgesucht haben, werden sie mit Astrid Schmeling und Matthias Kaul eine eigene Komposition entwickeln, die dem Ort die entsprechende Würde gibt. Die Komposition wird an dem ausgewählten Ort anschließend (ur-)aufgeführt und auf einem Tonträger aufgenommen. Per Bewegungsmelder wird stets diese Komposition erklingen, wann immer sich jemand diesem Ort nähert.

L’art pour L’Art gehört zu den ungewöhnlichsten Formationen und ist eines der bedeutendsten Ensembles für zeitgenössische Musik. Die Gruppe, deren Besetzung sich im Bedarfsfalle aus einem festen Musikerkreis erweitert, wurde 1983 von Matthias Kaul (Schlagzeug), Astrid Schmeling (Flöte) und Michael Schröder (Gitarre) gegründet. Sie bereichert als musikalische Ideenfabrik die Gegenwartskunst durch folgenreiche Projekte und leitet in Winsen/Luhe und Schreyahn Kinderkompositionsklassen. Das Ensemble gibt mit ungezählten Ur- und Erstaufführungen weltweit Konzerte und arbeitet mit international namhaften Komponisten.

In diesem Schuljahr führt die Sparkassenstiftung in Zusammenarbeit mit dem niedersächsischen Kultusministerium das Projekt „Zeitgenössische Musik in der Schule“ bereits zum vierten Mal durch. Musiker, Komponisten und Ensembles werden den Musikunterricht besuchen und gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der 5. bis 13. Klasse Themen der zeitgenössischen Musik erarbeiten. Die insgesamt elf Projektthemen sind vielseitig angelegt und reichen dieses Mal von musikalischer Land-Art, Raumkompositionen und vom Komponieren nach einer Bildbetrachtung bis hin zum zeitgenössischen Jazz. Dabei stehen vor allem die Praxis, das Musik-Erfinden und das Experimentieren mit Klängen und Instrumenten im Mittelpunkt. Über diesen direkten Zugang werden auch Schüler angesprochen, die vorher noch kein Instrument gespielt haben.

Insgesamt 19 niedersächsische Schulen, darunter zwei Förder-, eine Real-, eine Waldorf- und zwei Gesamtschulen, haben zehn ausgewählte Künstler und Künstlergruppen wie das Ensemble L’Art pour L’Art, Stephan Meier, Prof. Ulrike Volkhardt und die Band schultzing zu Gast.

„Die Förderung der Neuen Musik als einer lebendigen, experimentellen Kunst liegt uns besonders am Herzen. Das Projekt ,Zeitgenössische Musik in der Schule‘ ermöglicht den Jugendlichen nicht nur den Zugang zur Musik, sondern auch die Begegnung mit der eigenen Kreativität; im Zeitalter der neuen Medien kommt dies häufig zu kurz“, so Thomas Mang, Präsident der niedersächsischen Sparkassenstiftung.



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