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Segelclub lässt am Tündernsee erste Boote zu Wasser

„Hier ist etwas, an das wir glauben können“

Noch ist es Zukunftsmusik: Hameln bekommt einen See, der mit etwa 100 Hektar Wasserfläche größer als der Maschsee in Hannover ist. Doch zumindest ein kleines Stück dieses Traumes vieler Wassersportler wurde nun offiziell Wirklichkeit.

veröffentlicht am 10.06.2018 um 16:27 Uhr
aktualisiert am 11.06.2018 um 09:24 Uhr

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Henner-E. Kerl Reporter
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HAMELN. Noch ist es Zukunftsmusik: Hameln bekommt einen See, der mit etwa 100 Hektar Wasserfläche größer als der Maschsee in Hannover ist. Doch zumindest ein kleines Stück dieses Traumes vieler Wassersportler wurde am Sonntag offiziell Wirklichkeit. Auf einem der Kiesteiche, die bis zum Jahre 2030, so die Planungen, zum Tündernsee verschmelzen sollen, wurden zum Ansegeln die ersten Boote des Segelclub Hamelns zu Wasser gelassen.

Als wäre es ein schlechtes Omen, wollte das Wetter beim Tündernseefest nicht mitspielen: Regen statt Sonnenschein und dazu nicht mal Wind. Doch dadurch wollten sich die Verantwortlichen um Karl-Friedrich Meyer, Geschäftsführer der Tündernsee GmbH, die Stimmung nicht verderben lassen. „Wir sind stolz und dankbar“, so Meyer, „dass es endlich losgeht.“ Es sei zwar nur ein kleiner Teil des künftigen Freizeitareals, das nun vom Segel-Club Hameln, vom Tauchclub und den Stand-Up-Paddlern des TSV Schwalbe Tündern genutzt werden könne, doch nach den vielen Jahren der Planung sei das ein Startschuss, den man gebührend feiern müsse, und der „uns alle optimistisch in die Zukunft blicken lässt“. Karl-Friedrich Meyer erinnerte an die Gründung der Tündernsee GmbH im Jahre 2000 und den entscheidenden Ratsbeschluss in Jahre 2003 zur Schaffung des Tündernsees. Der Eindruck von Außenstehenden, seither habe sich kaum etwas getan, sei falsch. Es gab viele Unwägbarkeiten, wie 2008 die Verlegung der Hochspannungsleitungen. „Inzwischen sieht alles gut aus. Wünschen wir uns, dass viel Beton benötigt wird, dann ist der Kiesabbau hier bald erschöpft!“ Auch Oberbürgermeister Claudio Griese verbreitete Optimismus. „Hier ist etwas, an das wir glauben können.“ Wo ein Wille sei, sei auch ein Weg, das zeige das Projekt Tündernsee. Wenn das große Freizeitgelände realisiert sei, werde das für Hameln eine große Bereicherung darstellen. Einen Schub für den Freizeitsport erhofft sich Maria Bergmann, Vorsitzende des Kreissportbundes. Dieser Tag sei ein Riesenschritt für den Sport.

Vor allem die Segler sind die Gewinner. Man habe zwar mit den Windverhältnissen keinerlei Erfahrung“, machte die Vorsitzende des Segel-Clubs Hameln, Heike Steuber-Weißensteiner deutlich. „Doch wir hoffen, in Zukunft zumindest einen Teil der Ausbildung vom Schiedersee nach hier zu verlagern.“ Dafür präsentierte sie auch gleich ein Geschenk von Dr. Rainer Hruska. Der kürzlich verstorbene ehemalige zweite Vorsitzende des Segel-Clubs hat dem Verein seine Jolle hinterlassen. Gemeinsam mit seiner Witwe Myoung Soon taufte Heike Steuber-Weißensteiner das Boot auf den Namen „Baram“. Baram (Wind) gab es gestern keinen spürbaren, als zum Ansegeln fünf Boote, drei Optimisten und zwei Laser, zu Wasser gelassen wurden und den Besuchern des Tündernseefestes einen ersten Eindruck davon vermittelten, wie schön der Kiesteich in Zukunft – und dann hoffentlich auch von Badegästen – genutzt werden kann.

Myoung Soon (links) und Heike Steuber-Weißensteiner taufen die Jolle, die Dr. Rainer Hruska dem Verein hinterlassen hat. foto: rk
  • Myoung Soon (links) und Heike Steuber-Weißensteiner taufen die Jolle, die Dr. Rainer Hruska dem Verein hinterlassen hat. foto: rk

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