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Schuften für die Alt-Rocker

Herbststurm erschwert Aufbau für Fury-Konzert

HAMELN. Im Weserbergland-Stadion hat der Aufbau für das Fury in the Slaughterhouse-Konzert am Samstag begonnen. Sturmtief Sebastian sorgte jedoch auch dort für erschwerte Bedingungen. Stück für Stück geht die Verwandlung des Fußballstadions in ein Open-Air-Konzertgelände jedoch voran.

veröffentlicht am 13.09.2017 um 19:15 Uhr

Der starke Wind erschwerte den Aufbau der Bühne und sorgte für einige Verzögerung. Foto: jsp
Jens Spickermann

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„Welcher Flughafen ist hier denn in der Nähe“, fragt ein Bühnenbauer. Zwar will der Handwerker nirgendwo hinfliegen, hat aber Bedenken, dass die Bühnenbauteile das tun könnten. Die Windgeschwindigkeit, die an Flughäfen immer in Echtzeit gemessen wird, mussten die Logistiker beim Bühnenaufbau für das Konzert von Fury in the Slaughterhouse gut im Auge behalten. Das mieserable Wetter mit kräftigen Sturmböen sorgte für ordentlich Zeitverzug, doch am Samstag wird im Weserberglandstadion alles fertig für das Konzert sein, sind sich die Organisatoren sicher.

In einem Fußballstadion ein Konzert mit einer hochkarätigen Band und entsprechend großem Publikum auf die Beine zu stellen, das ist für Steven Palumbo vom Veranstalter „La Sol“ eine Herausforderung. „Wir vergleichen so etwas mit einem Hausbau“, erklärt Palumbo. „Wir haben hier gar keine Infrastruktur für ein Konzert“. Dementsprechend müsse alles herangeschafft werden, allerdings nicht zeitgleich. Denn wenn die Bodenplatten nicht liegen, klappe es nicht mit der Bühne, wenn die Bühne nicht stehe, brauchten die Licht- und Tontechniker noch nicht aufzuschlagen.

Stück für Stück verwandelt sich das Fußballstadion in ein Open-Air-Konzertgelände. Schwerlastplatten dienen dazu, dass die Konzertbesucher nicht am Ende im Schlamm stehen und der Rasen auch nach der Großveranstaltung noch bespielbar ist. Die Bühne wird an der langen Spielfeldseite, gegenüber der Tribüne aufgebaut. Sobald die fertig ist, werden die Ton- und Lichttechniker das Wichtigste vorbereiten – eine gute Akkustik und gute Effekte.

Die Bühne entsteht gegenüber der Tribüne. Foto: jsp
  • Die Bühne entsteht gegenüber der Tribüne. Foto: jsp
Um den Rasen zu schonen, werden Schwerlastplatten verlegt. Foto: jsp
  • Um den Rasen zu schonen, werden Schwerlastplatten verlegt. Foto: jsp

Eine echte Alternative zum Stadion als Veranstaltungsort habe es nicht gegeben, sagt Palumbo. Allenfalls der Bürgergarten sei groß genug, schied aber wegen der Lärmbelästigung für Anwohner aus.

Deshalb müssen die Veranstalter sich jetzt überlegen, wie sie die Künstler vor und nach dem Konzert angemessen auf dem Gelände unterbringen. In die Umkleidekabinen wollten sie Fury in the Slaughterhouse und die Vorkünstler Terry Hoax und Jan Löchel nicht einquartieren. Für das Wohlbefinden der Musiker werden deshalb ein Catering-Zelt und ein Aufenthalts-Zelt aufgebaut.

Geklärt ist inzwischen auch, wo die 6000 bis 7000 erwarteten Besucher des letzten Fury in the Slaughterhouse-Konzertes parken sollen: Der Stadion-Parkplatz werde zum größten Teil durch Polizei- und Feuerwehrfahrzeuge gefüllt sein, sagt Thomas Wahmes, Pressesprecher der Stadt Hameln. Deshalb stehe der BHW-Parkplatz als Alternative zur Verfügung. Von dort aus würden Busse die Leute kostenlos zum Stadion bringen. Für die Sicherheit haben die Stadt und der Veranstalter ein gemeinsames Konzept erarbeitet. „Es gibt überhaupt keine Anzeichen irgendeiner Bedrohung“, sagt Wahmes. Aber natürlich wolle man auf alle Eventualitäten vorbereitet sein, von denen die wahrscheinlichste ein Unwetter sei. In jedem Fall seien die Verantwortlichen darauf eingestellt, alle Besucher in kurzer Zeit reibungslos aus dem Stadion hinauszuleiten, so Wahmes.

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