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Hamelner Erkundungsteam in Indonesien eingetroffen / Tausende Opfer sind verwundet

Helfer auf Sumatra fordern jetzt Interhelp an

Hameln (red). Die in Hameln gegründete gemeinnützige Hilfsorganisation Interhelp (Deutsche Gesellschaft für internationale Hilfe e.V.) hat einen Teil ihrer Medical Task Force mobilisiert und ein Erkundungsteam ins Erdbebengebiet von Sumatra (Indonesien) geschickt – es wurde vorgestern gegen 18 Uhr in der schwer zerstörten Stadt Padang erwartet.

veröffentlicht am 09.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 04:21 Uhr

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Die Hamelner Helfer waren zuvor von der im Westen der Insel zuständigen Katastrophenschutz-Organisation „Al Amin – Foundations of Indonesia“ angefordert worden. Auch eine Woche nach dem verheerenden Beben werden noch Tausende Opfer unter den Trümmern eingestürzter Häuser vermutet. „Viele tausend Opfer sind ernsthaft verwundet“, teilt der stellvertretende Vorsitzende von „Al Amin – West Sumatra“, M. Suparman, den Interhelp-Mitgliedern mit. Lehrrettungsassistent Reinhold Klostermann (53) und Rettungsassistent Christian Käse (27) werden im Katastrophengebiet indonesische Helfer bei der Versorgung der verletzten Überlebenden unterstützen und Hilfe von Mensch zu Mensch leisten.

Am Abend vor der Abreise stellten der Leiter der Medical Task Force, Reinhold Klostermann, und der Interhelp-Vorsitzende Ulrich Behmann medizinische Notfallgeräte und speziell angeforderte Medikamente zusammen. „Unsere Helfer reisen absichtlich mit relativ leichtem Gepäck“, sagte Behmann und fügte erklärend hinzu: „Auf diese Weise fallen keine größeren Transportkosten für Interhelp an.“

Viele Arzneimittel und Verbrauchsgüter könnten in Indonesien günstig gekauft werden. Das unterstütze die lokale Wirtschaft und habe den großen Vorteil, dass die Verwundeten Präparate erhielten, die ihnen bekannt seien. „Wer den Beipackzettel nicht lesen kann, vertraut dem ausländischen Medikament nicht und macht womöglich Fehler bei der Dosierung“, sagte Klostermann.

Interhelp hat Erfahrung bei der Versorgung von Verletzten in den Tropen. Nach dem Tsunami, der am zweiten Weihnachtstag 2004 Südasien heimsuchte und 250 000 Tote forderte, hatten die heimischen Helfer auf Sri Lanka das „Hameln Field Hospital“ aufgebaut und gemeinsam mit ehrenamtlichem Personal aus Großbritannien, den USA und aus Österreich innerhalb von nur zwei Monaten 18 500 Behandlungen durchgeführt.

Auch in Indonesien war Interhelp bereits tätig. Nach dem schweren Erdbeben auf Java im Mai 2006 bauten die Hamelner gemeinsam mit dem Rotary Club Yogjakarta eine Schule wieder auf.

Interhelp ruft zu Spenden auf. Angesichts der dramatischen Lage auf Sumatra tut jeder Euro Not. Geld kann ab sofort auf folgende Sonderkonten eingezahlt werden: Nummer 20313 bei der Sparkasse Weserbergland (Bankleitzahl 254 501 10), Nummer 33 233 bei der Stadtsparkasse Hameln (Bankleitzahl 254 500 01) und Nummer. 700 700 000 bei der Volksbank Hameln-Stadthagen (Bankleitzahl 254 621 60). Stichwort: Erdbeben.

Interhelp im Internet: www.interhelp.info und www.wesio.de/user/Interhelp

Interhelp packt die Notfallkoffer: Reinhold Klostermann und Ulrich Behmann bereiten alles für den Erdbebeneinsatz auf Sumatra vor. In den Metallkisten befindet sich ausschließlich medizinische Ausrüstung, die auf Sumatra Mangelware ist und extra angefordert wurde.

Foto: Interhelp

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