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Der Niedersächsische Prinzen Club mit seinem Schlagerwettbewerb im Hotel Stadt Hameln

Helau und die „Glocken von Rom“ gebimmelt

Hameln (Pe). Gerade erst in der vierten Jahreszeit, genannt Herbst, angekommen – und klar doch: der 10. 10. ist nicht der 11. 11. und der Schlagerwettbewerb des Niedersächsischen Prinzenclubs nicht ganz so glanzvoll wie man es von Karnevalisten erwartet und gewohnt ist. Fast schon bescheiden zivil und ganz, ganz unter sich, was da am Samstagabend im Hotel Stadt Hameln über die Bühne ging und die ersten Helaus noch nicht ganz so selbstverständlich und selbstbewusst über die Lippen rollten. Eine Art Probedurchlauf ohne Kostüm und Maske. Da sind auch Prinzen wenig prinzlich. Lange Tische im Festsaal mit Bühne und Hamelns Bürgermeisterin, Ursula Wehrmann, flankiert vom Präsidenten des Niedersächsischen Prinzenclubs, Horst-Dieter Bieri und dem Präsidenten des Niedersächsischen Karnevals, Diethard Frase, mit Grußwort zum traditionellen Schlagerwettbewerb, der bereits zum vierten Mal in Hameln stattfindet – und ein bisschen die 5. Jahreszeit eingeläutet, wie sie sagten und versichern, dass die „offiziell auch bei uns in Hameln am 11. 11. um 11 Uhr 11 beginnt“.

veröffentlicht am 11.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 04:21 Uhr

Prollig und mit Irokesenschnitt: Josef Bohmann & Kurt Abel vom C
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„Er hat ein pfeifendes Instrument“

Kaltstart für Lena Plostica vom 1. Hamelner CV, die als erste mit „Er hat ein pfeifendes Instrument“ auf die Bühne musste – gefolgt von Shari Sophie Birkhan von der Braunschweiger KG mit zwei Titeln, darunter „Narren“ und dem ersten „Helau“, das sich sinnigerweise auf schlau reimte und schwungvoll ein Bein à la Tanzmariechen geschwungen. Ganz klar die Nummer Eins in der Kategorie Jugend – und am Tisch ein wenig bedauert, dass die Beteiligung nicht mehr ganz so groß sei wie früher. Showtime mit den „Hupfdohlen“ vom CCH, fünf junge Damen in Orangeglitzer, die sich locker eine „Zugabe“ ertanzten.

Nach der Pause in der Kategorie B – bekannte Melodie und eigener Text – hieß es auf der Bühne wieder Plostica, diesmal mit Vornamen Alexandra vom 1. Hamelner CV– und als Tipp am Rande: „mal ’ne andere Tonart wählen“.

Andrea Sieverding – auf der Gitarre selbst live begleitet – vom CC Langförden mit „Ja, wenn der Karneval ruft“. Und dann Irokesenschnitt und ein bisschen auf prollig gemacht mit „Manchmal möchte ich schon mit dir...“ und umgetextet „in Hameln an der Theke einen blasen“ und noch ein zweites Lied, nachgereicht von Josef Bohmann & Kurt Abel vom CC Langförden mit dem Song vom großen Durst und Carpendales „Alice“ auf „Helles“ gereimt.

Sieger beim Wettbewerb um die besten Karnevalsschlager: Mit Flie
  • Sieger beim Wettbewerb um die besten Karnevalsschlager: Mit Fliege und Hosenträgern die „Rintelner Jungs“ und dahinter in der Mitte der Hamelner Ex-Prinz des 1. Hamelner CV, Klaus Willrich.
Ersang sich einen 1. Platz: Shari Sophie Birkhan
  • Ersang sich einen 1. Platz: Shari Sophie Birkhan

Dazwischen der Gerd-Bliede-Chor vom Papenburger CV und als Nummer 6 Hamelns Ex-Prinz Klaus Willrich mit „Hameln meine Heimatstadt“, bevor sich die „Rintelner Jungs“ mit Clowns-Fliegen und „Wir sind die Narren“ an die Spitze sangen und schließlich Kurt Abel noch solo mit „Lila Kuh“ samt gemixter Werbetexte. Und wieder Showtime: fünf jungen Damen mit Charleston und Twist again.

Zwei singende Wonneproppen

„Hollerie und Hollero“ hieß es in der Kategorie A mit zwei singenden Wonneproppen, Melanie & Karina vom Apelerner Karnevals Club, die sich über einen ersten Platz freuen durften mit ihrem „Wer will nochmal“. Klaus Willich wollte und holte sich mit „Rutsch ein bisschen rüber“ mit eigener Melodie und eigenem Text – Königsklasse eben – wenn schon nicht die Krone, so doch auch einen sicheren 1. Platz. Da hatte der Gerd-Bliede-Chor trotz mitgereistem Fan-Club mit Transparent keine Chance mehr, doch noch zu punkten.

Ohne Männerballett geht gar nichts bei den Narren – auch außerhalb der Saison nicht – und so konnte der Karnevalsclub Hameln wie schon öfter die „Glocken von Rom“ bimmeln lassen. Immerhin: Jetzt kennt man Niedersachsens beste Karnevalsschlager und muss nur noch bis zum 11. 11, pünktlich 11 Uhr 11, ausharren. Helau!

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