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HMT und Handelslehranstalt arrangieren sich trotz verstärkter Nachfrage / HMT-Chef: Mussten „mehrfach“ Veranstaltern absagen

Heiß begehrt: Die Rattenfänger-Halle

Hameln. Dass die Wirtschaftsförderung einmal so wichtig wird, dass sogar darüber diskutiert wird, einen Schulstandort zu schließen (wir berichteten), ist für Hameln ein Novum. Ganz und gar altbekannt ist das Nebeneinander von Schule und Wirtschaft im weiteren Sinne in der Rattenfänger-Halle. Denn die Halle wird sowohl für den Schulsport der Handelslehranstalt als auch für Vereinssport und kommerzielle Veranstaltungen genutzt. Eine Situation, mit der sich sowohl Schulleitung als auch die Hameln Marketing und Tourismus GmbH arrangiert haben. So richtig glücklich ist die Situation trotzdem für keine Seite.

veröffentlicht am 07.03.2016 um 16:59 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 16:41 Uhr

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Autor:

von andrea tiedemann
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Eng wird es immer dann, wenn am Wochenende Veranstaltungen anstehen, die einen längeren Aufbau am Freitag erfordern. Denn in der Schulzeit wird am Freitag Schulsport gemacht, unter der Woche nutzen abends auch Vereine die Halle. „Uns bleiben die Ferien und die Wochenenden“, sagt HMT-Chef Harald Wanger mit Blick auf größere Veranstaltungen. Vier sogenannte Verfügungstage stehen der HMT zu – das sind meistens Freitage, um einen aufwendigeren Aufbau zu gewährleisten. Auf dem Kulanzwege hat die HLA diese bereits auf sechs erhöht.

„Die Jahre 2014 und 2015 waren die umsatzstärksten“, sagt Wanger. Etwa 60 Veranstaltungen fänden pro Jahr statt. Auch Bernd Strahler, Leiter der HLA, hat bemerkt, dass in den vergangenen Jahren verstärkt Anfragen an ihn gerichtet wurden – gerade im vergangenen Jahr seien es vor allem Anfragen während der Schulzeit gewesen. „Nicht alle wurden positiv beschieden.“ Man habe nun aber einen guten „Modus Vivendi“ gefunden, so Strahler. Auch für den Schulsport gibt es nämlich kaum Ausweichmöglichkeiten.

Auf welche Künstler oder Veranstaltungen die Hamelner im vergangenen Jahr verzichten mussten, weil die Halle nun eben einmal eine Mehrzweck-Halle ist, darauf möchte Wanger im Detail nicht eingehen. Da gebe es eine „natürliche Grenze“, auch wenn eben Nachfrage nach mehr bestehe. Es sei „mehrfach“ vorgekommen, dass er Veranstaltern einen Korb habe geben müssen. „Das machen wir auch nicht gern“, so Wanger. Oliver Meinecke, zuständig fürs Management der Rattenfänger-Halle, hat beobachtet, dass viele Veranstalter bereits gar nicht mehr anfragen, weil sie die Situation kennen. Zudem hätten etwa Minden und Hannover im Bereich Veranstaltungsmanagement aufgerüstet, sodass Hameln manchmal das Nachsehen hat.

HMT: Wünschen uns mehr Flexibilität

Das Problem sei schon oft angesprochen worden, so Meinecke, eine wirkliche Lösung gebe es aber bisher nicht. „Schade, aber davon geht die Welt nicht unter“, so sein Fazit. Als HMT wünsche man sich schon mehr Flexibilität, sagt Wanger auf Nachfrage. Damit sei aber ausdrücklich nicht die Absprache mit der HLA gemeint – immer sei die Schule der HMT schon entgegengekommen. Offenbar hält sie, die arrangierte Ehe zwischen Schule und Wirtschaft – zumindest im Fall Rattenfängerhalle.



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