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Geld für Gutachten eingeplant

Heftiger Streit um die Bäder

Hameln. Jedes Jahr haben Hamelns Schwimmbäder einen Zuschussbedarf von 1,3 Millionen Euro. Grund genug, in der Politik über die Zukunft der Bademöglichkeiten in der Stadt nachzudenken. Die Mehrheitsgruppe im Stadtrat, bestehend aus CDU, Grünen und Unabhängigen, hatte deshalb den Antrag gestellt, in einer Arbeitsgruppe einen Bedarfsplan zu erstellen, um festzustellen, was Hameln an Bädern braucht, und ob gegebenenfalls ein Neubau billiger ist als die Sanierungen der bestehenden Einrichtungen. In der jüngsten Ratssitzung sorgten diese Überlegungen für einen Schlagabtausch zwischen Mehrheitsgruppe und Opposition – und zwar so heftig, als ob es nicht erst einmal um den Start einer Bedarfsplanung, sondern bereits um die Entscheidung eines Neubaus ginge.

veröffentlicht am 27.06.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 17:21 Uhr

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Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Bodenwerder zur Autorenseite
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So nahm Kurt Meyer-Bergmann (SPD) im Beschlussvorschlag der Verwaltung den Punkt der Vorlage ins Visier, im Haushalt 2014 bereits einen Betrag von 50 000 bis 100 000 Euro für ein externes Beratungsbüro einzustellen. Meyer- Bergmann lehnte schon eine solche Geldausgabe für eine Bäderplanung kategorisch ab.

Noch weiter ging Hans Wilhelm Güsgen (FDP): Er verwies auf Finanzierungsbedarf am Rathaus, an den Feuerwehrgerätehäusern und den Schulen, wetterte in Richtung Mehrheitsgruppe: „Ich kann nicht verstehen, dass man jetzt für so eine Luxusmaßnahme werben will.“ Auch er ist strikt gegen eine Geldausgabe für die Beratung.

Gruppensprecher Claudio Griese (CDU) versuchte, die Aufregung um den Antrag von CDU, Grünen und Unabhängigen wieder auf dessen eigentlichen Inhalt zu reduzieren: Es gehe doch noch gar nicht um die Entscheidung für oder gegen einen Bad-Neubau; man wolle vielmehr „dieses Bäderthema endlich einmal aufgreifen“. Sonst bestehe die Gefahr, dass angesichts des desolaten Zustandes der bestehenden Einrichtungen „eines Tage Hameln eine Stadt ganz ohne Schwimmbäder wird“, sagte Griese. Auch Stadtbaurat Hermann Aden sowie Ursula Wehrmann (Grüne) betonten, man wolle doch erst einmal nur eine ergebnisoffene Untersuchung der Möglichkeiten. Bei der Abstimmung am Ende setzte sich die Mehrheitsgruppe durch. Im kommenden Haushalt der Stadt werden damit Beratergelder für die Bäderfrage eingestellt.



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