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Jährliche Aufführungen im Theater geplant / 2018 könnte der „Medicus“ gezeigt werden

Hebt Hameln den Musical-Schatz?

veröffentlicht am 09.10.2016 um 14:46 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:59 Uhr

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Kerstin Hasewinkel

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Kerstin Hasewinkel Stv. Redaktionsleiterin zur Autorenseite
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Vier Jahre ist es her, dass die Hameln Marketing und Tourismus GmbH (HMT) mit Unterstützung anderer Beteiligter den Schritt wagte und eine hochkarätige Produktion mit insgesamt 36 Vorstellungen nach Hameln holte. Die Kooperation mit der Spotlight Musicals GmbH aus Fulda ging auf: Rund 22 000 Besucher sahen „Die Päpstin“ in Hameln. Im Jahr darauf, 2012, gab es weitere 17 Aufführungen mit rund 10 000 Theatergästen. Diese hochgesteckten Zahlen konnte „Friedrich – Mythos und Tragödie“ als weitere Produktion aus Fulda im Jahr 2014 mit sechs Vorstellungen und rund 3600 Besuchern nicht erreichen. Allerdings waren wegen der sehr viel kürzeren Spielzeit von vornherein auch weniger Aufführungen eingeplant. „Die Schatzinsel“ soll bei 17 geplanten Terminen nun in diesem Jahr 9000 Besucher „plus x“ nach Hameln holen. Erfolg oder Misserfolg des Piratenabenteuers könnten über die Zukunft Hamelns als Musicalstadt entscheiden.

Durch „Die Päpstin“ ist Hameln in der Szene bereits durchaus bekannt – allerdings weiß auch Stadtmanager Dennis Andres: „Das ist ein zartes Pflänzchen, das man gießen muss.“ Die Besonderheit in Hameln: Während Musicals für gewöhnlich privatwirtschaftlich finanziert werden, ist hier mit der HMT eine städtische Tochter im Boot – die dadurch auch ein „Riesenwagnis“ eingeht, wie Andres weiß.

Die Kooperation mit Spotlight sei ein Glücksfall. Und wenn Hameln mit Musicalproduktionen eine Nische in der Region besetzen kann, sei das nicht zuletzt ein Wirtschaftsfaktor, denn sowohl Ensemble als auch Gäste lassen Geld in der Stadt.

Ein Pluspunkt: Die Produktionen kommen ohne eigene Prunkbauten aus, finden in Hameln im vorhandenen Theater ihre Bühne – und werden jeweils erstaunlich wirkungsvoll umgesetzt durch Videoinstallationen, Lichteffekte und drehbare Elemente.

Was bei der Päpstin überzeugte, gelingt auch bei der Schatzinsel: Die Geschichte wird in neuen Kontext gebettet, Kostüme und vor allem die technisch trickreich gebaute Kulisse sorgen für ein beeindruckendes Gesamtbild. Die Geschichte rund um Abenteuer, Sehnsucht und Liebe bietet reichlich Musical-Stoff – was fehlt, ist ein Ohrwurm.

Hochprofessionell ist erneut das Ensemble: Bei der Premiere spielt sich – neben dem wiederum durch Spiel und Stimme hervorragenden Hauptdarsteller Friedrich Rau – die junge Paula Weber in die Herzen der Zuschauer. Von der ersten Minute an nimmt die 13-Jährige breiten Raum auf der Bühne ein.

Das Premierenpublikum könnte sich auf ein Wiedersehen mit ihr freuen, denn Paula Weber spielte in diesem Jahr in Fulda im „Medicus“. Diese neueste Spotlight-Produktion könnte 2018 auf dem Spielplan des Hamelner Theaters stehen. Im nächsten Jahr wird eine unfreiwillige Musical-Pause eingelegt – wegen der anstehenden Umbauarbeiten.

Nicht gerade förderlich, wenn Hameln seinen Ruf als Musicalgastgeber verfestigen will, denn eins ist auch aus Sicht des Stadtmanagers unerlässlich, „wenn wir Musicalstadt sein wollen, müssen wir mehr Kontinuität reinkriegen. Es muss jährlich Aufführungen geben“.



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