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Verlassene Immobilie bereitet Afferdern Sorgen

Haus ohne Hüter

AFFERDE. Die bei vielen Afferdern als „Familienhaus“ bekannte Doppelhaus am Scheckfeldweg kurz vor dem Bahnübergang verfällt nicht nur immer mehr und wird zum Schandfleck – es wird auch immer mehr zu einer Gefahrenstelle.

veröffentlicht am 16.06.2016 um 17:59 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:53 Uhr

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Autor:

Friedrich-Wilhelm Thies
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Das meinen zumindest viele Bürger aus dem Ort, sondern auch die ehemalige Ortsbürgermeisterin und derzeitige stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Recht und Sicherheit in Hameln, Waltraud Mehring (SPD).

Seit geraumer Zeit stehen die Eingangstüren offen und es wurden bereits Kinder und Jugendliche beobachtet, die sich in den Häusern zu schaffen machten. „Das kann nicht sein. Da muss die Stadt eingreifen“, meint Mehring.

Das Problem bei den Doppelhaushälften: Sie sind seit Jahren unbewohnt. Zunächst verstarb der Besitzer plötzlich, wenig später auch seine in der anderen Hälfte wohnende Tochter. Und nun scheint es niemand zu geben, der sich um Grundstück und Doppelhaus kümmert. Das Gelände drum herum verwildert und jetzt sind auch noch die Eingangstüren aufgebrochen worden. Auf der Rückseite ist zudem eine Scheibe zerstört. „So eine offen stehende Tür verleiten doch Kinder gerade dazu, mal rein zu schauen. Für die ist das doch ein Abenteuerspielplatz, aber ein gefährlicher. Dazu kommt noch die Nähe zu den Bahngleisen dort“, meint die Ratsfrau.

Und auch Jugendliche sollen sich in dem Gebäude zu schaffen gemacht haben. Die Räume sind durchwühlt, Papiere liegen umher, es sieht wüst aus. Zudem verlockten die nicht verschlossenen Türen jemanden dazu, sich dort länger einzunisten.

All das lässt Mehring keine Ruhe, fühlt sich als Mitglied im Ausschuss für Recht und Sicherheit zuständig. Allerdings sei es ihr trotz ihres Ratsmandats nicht gelungen herzubekommen, wem das Anwesen jetzt gehört. „Wenn die Stadt da Eigentümer ist, weil sich kein Erbe findet, muss sie doch tätig werden“, so Mehring. Aber auch wenn es einen Besitzer gibt – der aber nichts unternimmt – müsste die Stadt zur Gefahrenabwehr dort tätig werden und die Gebäude zumindest so sichern, dass sie nicht betreten werden können.

Die Stadt lässt jedoch durch ihren Pressesprecher auf Anfrage mitteilen: „Mitarbeiter des städtischen Betriebshofes werden unverzüglich Sicherungsmaßnahmen am Gebäude durchführen. Damit werden wir sicherstellen, dass niemand mehr unbefugt in das Gebäude gelangen kann.“

Auch über die Zukunft des Anwesens hat man sich in der Stadtverwaltung wohl Gedanken gemacht. Diese Häuser seien im Eigentum einer Erbengemeinschaft, die durch einen Nachlassverwalter vertreten werde, teilt der Sprecher der Stadt mit.

„Geplant ist der Kauf des Grundstückes durch die Stadt Hameln, um das angrenzende Gewerbegebiet abrunden zu können“, erklärt Wahmes weiter. Gerüchteweise soll auch schon einen Interessenten für die weitere Nutzung des Grundstücks geben.



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