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Sparkasse Weserbergland beauftragt Architekten: So soll das Wilhelm-Busch-Haus 2013 aussehen

Haus im Haus: Alt und Neu kunstvoll vereint

Hameln (jbr). Das Wilhelm-Busch-Haus in der Fischpfortenstraße 11 soll zu neuem Leben erweckt werden. Dazu hatte die Sparkasse Weserbergland, die Eigentümer des denkmalgeschützten Gebäudes ist, bereits im Herbst 2011 drei renommierte Architekturbüros damit beauftragt, einen Vorschlag zu unterbreiten, mit dem sich die reiche Geschichte des Hauses mit der heutigen Zeit verbinden lässt. Jetzt sind sich Verwaltungsrat und Bauausschuss des Instituts einig, wer den Auftrag bekommen und dem Wilhelm-Busch-Haus zu neuem Glanz verhelfen soll.

veröffentlicht am 20.04.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 13:41 Uhr

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„Es gab insgesamt hochinteressante Ergebnisse, aber ich muss ehrlich sagen, dass ich mit dem Vorschlag, den uns die Architekten Grohmann und Lehnhardt aus Hamburg vorgelegt haben, nicht gerechnet hätte“, sagt Sparkassen-Vorstandschef Friedrich-Wilhelm Kaup. Der Entwurf dieses Architekturbüros sieht vor, die Fassade zur Fischpfortenstraße nahezu unverändert zu lassen. Sie wird lediglich saniert, um die Fachwerkfront besser zur Geltung zu bringen. In den oberen Bereich des Walmgiebels wird ein Glaselement eingefügt, das dem Innenraum des Gebäudes viel Licht gibt. Dabei wird das eingelassene Glas jedoch nur aus den oberen Geschossen der Nachbarhäuser zu sehen sein.

In der Gebäudeansicht vom Innenhof der Sparkasse her wird dann das ganze Maß des Umbaus deutlich. Dort wird ein Haus in das alte Kernhaus eingesetzt, das jedoch nicht über die gesamte Breite des Gebäudes angelegt ist. Mit einer großen lichtdurchfluteten Halle soll es eine Durchsicht bis in die Fischpfortenstraßen ermöglichen. „Ein Drittel des Hauses präsentiert sich mit seiner historischen Schokoladenseite, die anderen beiden Drittel spiegeln die funktionale Sachlichkeit der modernen Architektur als großen Vorteil wider“, erläuert Kaup das Konzept.

Im Herbst sollen die Umbauarbeiten beginnen. Wie teuer die gesamte Sanierung, inklusive des Umbaus werde, sei jedoch noch nicht genau abzusehen, so der Vorstandschef. Während Kaup im Oktober letzten Jahres, als die Entkernung des Gebäudes kurz bevorstand, die zu investierende Summe noch vage mit „zwischen einer Million und fünf Millionen Euro“ bezifferte, wird er nun etwas konkreter. Die Drei werde sicherlich vor dem Komma stehen, sagt er. „Die genauen Kosten kennen wir allerdings erst, wenn die Aufträge vergeben sind.“ Im Frühjahr 2013 soll das Wilhelm-Busch-Haus dann in neuem Glanz erstrahlen und für das Sparkassengeschäft, insbesondere für Privatkunden, zur Verfügung stehen. Als ausgesprochen wertvoll habe sich die Zusammenarbeit mit der Denkmalschutzbehörde der Stadt Hameln erwiesen, so Kaup. Der städtische Denkmalschützer Michael Voss habe die gesamte Planungsphase mit Fachwissen und Hinweisen zu Auflagen und Gestaltungsmöglichkeiten unterstützt, so dass der Entwurf auch den Anforderungen des Denkmalschutzes gerecht werde.

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Das Wilhelm-Busch-Haus ist in seiner langen Geschichte immer wieder verändert und an die jeweilige Zeit angepasst worden. „Und genau so entwickelt die Sparkasse Weserbergland das Haus jetzt im Geist des neuen Jahrtausends weiter“, sagt Kaup. Erbaut wurde es um 1560 als dreigeschossiges Haus, wobei die unteren beiden Stockwerke ursprünglich in historischer Ständebauweise errichtet worden waren. Um 1850 wurde die Fassade dann erstmals neu gestaltet. Anfangs hatte das Haus einen Spitzgiebel, der später durch das heute vorhandene Krüppelwalmdach ersetzt wurde. Auch jetzt sticht das Gebäude in der Häuserzeile an der Fischpfortenstraße noch durch seine reichhaltigen und zahlreichen gut erhaltenen Verzierungen hervor.

Noch ist das Wilhelm-Busch-Haus in der Fischpfortenstraße bis auf die Balken entkernt. Doch schon im Frühjahr 2013 will die Sparkasse Weserbergland ihr Gebäude für Privatkunden nutzen.

Fotos: Wal

Auf der Rückseite des Wilhelm-Busch-Hauses sind die Umbauten besonders deutlich zu erkennen. Das Haus im Haus mit seiner lichtdurchfluteten Halle ermöglicht den Blick in die Fischpfortenstraße.



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