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Marc Zobel bringt drei Bewohner in Sicherheit / Fünf Menschen obdachlos

Haus brennt – Hamelner wird zum Lebensretter

Klein Berkel. Innerhalb von wenigen Minuten hat gestern Vormittag eine Familie in Klein Berkel ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Dass zwei Frauen (40, 82) und ein Mann (64) das Feuer überlebt haben, ist einem 36 Jahre alten Hamelner zu verdanken. Der Lebensretter heißt Marc Zobel.

veröffentlicht am 25.11.2014 um 21:49 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 16:40 Uhr

Ulrich Behmann

Autor

Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Als der Vater zweier Kinder gegen 8.30 Uhr von der Bundesstraße 1 in den Grasbrink einbiegt, sieht er Rauch aus einem auf Kipp stehenden Fensters eines alten Bauernhauses aufsteigen. Er stoppt sein Auto, läuft zu dem weiß angestrichenen Backsteingebäude. Der 36-Jährige will helfen. Flammen wüten im Erdgeschoss, Hilferufe sind zu hören. Eine dramatische Situation. Aber Zobel behält die Nerven. Er ist Feuerwehrmann und weiß, was jetzt zu tun ist. Noch während er einen Notruf absetzt, schnappt er sich einen Stuhl, der in einem Vorbau steht, und schlägt damit die Glasscheibe der Haustür ein.

Der Hamelner, der eigentlich seine kleinen Söhne (anderthalb und knapp drei Jahre alt) in die Kita am Schwarzen Weg bringen wollte, bringt nun drei Menschen in Sicherheit. Auch zwei Hunde können ins Freie flüchten. Es war allerhöchste Zeit. Wenige Minuten später kommt es in dem brennenden Gebäude zu einer explosionsartigen Verbrennung von heißen Rauchgasen. Sekundenschnell steht das ganze Haus vom Erdgeschoss bis zum Dachstuhl in Flammen.

Der Knall sei ohrenbetäubend laut gewesen, erzählt eine Nachbarin. Die drei Geretteten werden von Notarztteams behandelt und ins Krankenhaus gebracht. Nur die alte Dame sei stationär aufgenommen worden, berichtet Polizeioberkommissar Jens Petersen am Abend.

Die drei Söhne (11, 13, 19 Jahre) des Ehepaares und der Lebensgefährte (62) der Seniorin hielten sich bei Ausbruch des Feuers nicht in dem Haus auf. Der älteste Sohn soll vor Kurzem ausgezogen sein, seine jüngeren Brüder waren in der Schule, als das Haus ausbrannte. Der 62-Jährige hat eine eigene Wohnung. Kurz vor Weihnachten sind fünf Menschen, darunter zwei Kinder, obdachlos geworden.SEITE 9



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