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„Oma und Opa waren auch mal jung“

Hauptsache oben klar und unten dicht

HAMELN. Noch bis 9. April ist die Ausstellung „Oma und Opa waren auch mal jung“ im Gemeindehaus der Ev.-luth. Kirchengemeinde Zum Heiligen Kreuz im Papengösenanger 12 (Klütviertel) zu besichtigen.

veröffentlicht am 04.04.2017 um 15:11 Uhr

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HAMELN. Die aktuellen Portraits der 21 Omas und Opas aus der Ausstellung werden erst so richtig zum Leben erweckt, wenn das Leben auch inmitten ihrer Fotografien pulsiert. So geschehen in der ersten Woche der Ausstellung während des Rahmenprogramms – etwa beim Vortrag mit Dr. Wilmut Wolf „Ich bin doch nicht blöd, nur ein bisschen vergesslich“ und musikalischer Begleitung vom Hamelner Original „Fiffi“ Voss.

Nachdem Voss noch ein Lied auf seiner Orgel dreht, leitet Pastor Lange-Kabitz flott über auf den Vortrag von Wolf. Dieser lenkt von der Ausstellung auf sein Vortragsthema über: „Was heißt denn alt oder jung schon? Man ist so alt, wie man sich fühlt. Und überhaupt: Wenn ich mich hier so umsehe, dann werden doch die Bilder der Ausstellung zu Geschichten – erzähltes Leben.“ Mit vielen Beispielen belebt er seine Darlegungen, die sich beileibe nicht nur um das Vergessen im Alter bewegen. Es wird mehr als deutlich, dass sein Augenmerk auf der Wertschätzung des alten Menschen liegt. Ihn anzunehmen, mit Geduld und Nachsichtigkeit – und mit Humor! Scheinbar differierende Auffassungen zwischen Alt und Jung, so Dr. Wolf, können doch das Leben beiderseitig bereichern, so man den nötigen Respekt walten lässt.

Mit der Zeit verfrachtet eine Dame nach der anderen ihre Tasche in den Rücken, über eine Stunde sitzen ist doch anstrengend, so interessant der Vortrag auch sein mag. Und informativ.

Kirchenvorsteherin Christa Walz, sie hat die Ausstellung in die Gemeinde geholt, blickt auf die Uhr, das sieht auch Wolf. Er hätte noch stundenlang weiter reden können, so geht er in seinem Thema auf. Vielleicht hat er die Zeit vergessen? In seinem Schlusswort lädt er alle, Alt und Jung, dazu ein, sich aufeinander einzulassen. Nur ein Wechseln der Realitäten bewirke die nötige Wertschätzung füreinander.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag, 9 bis 12 Uhr, Mittwoch 14 bis 16.30 Uhr, Sonntag nach dem Gottesdienst. Auf Anfrage sind auch spezielle Frührungen möglich: Kirchenvorsteherin Christa Walz, Tel. 05151-784662.

Heute, Mittwoch, 5. April, 14.30 Uhr, wird zum Seniorennachmittag mit Svenja Meyer (Krippe am Klüt) zum Thema „Kindheit heute – veränderte Lebensbedingungen von Familien“ im Rahmen der Ausstellung „Oma und Opa waren auch mal jung“ eingeladen.

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