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Harte Zeiten für Spediteure

veröffentlicht am 24.03.2009 um 14:11 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:37 Uhr

Hameln-Pyrmont (ni). Die allgemeine Wirtschaftskrise schlägt jetzt auch auf die Speditionen durch. Unternehmen in der Region sehen „schwierige Zeiten“ auf sich zukommen. „Die Situation ist kritisch“, sagt Walter Hausmann von der gleichnamigen Spedition in Aerzen. Ihn drückt vor allem die Erhöhung der Maut, „die wir absolut nicht an die Kunden weitergeben können“. Um 40 Prozent sei die Autobahngebühr für die Brummis zum Jahresbeginn gestiegen; die Mehrkosten für das Unternehmen schlagen laut Hausmann vor allem deshalb ins Kontor, weil im Zuge des allgemeinen Auftragsrückganges die sogenannten „Rückladungen“ fehlten. „Beladen und mit gutem Preis raus, aber leer zurück – das hält man nur eine gewisse Zeit durch“, sagt Hausmann.  

Bei den in der heimischen Region ansässigen Transportunternehmen mache sich die Krise in der Autoindustrie jetzt bemerkbar. Viele Frachten hingen unmittelbar oder indirekt mit der Autoproduktion zusammen – nämlich über die unterschiedlichsten Zulieferer. „Wenn die Kurzarbeit machen, merken wir das“, umschreibt Reinhard Bierwirth von der Hamelner Spedition Ewald angespannte Lage. Einen Rückgang des Transportaufkommens um 15 Prozen verzeichnet die Spedition Purrmann in Hameln. Das einzige Mittel, um gegenzusteuern, sei die Stilllegung von Fahrzeugen, „was leider auch immer mit dem Verlust von Arbeitsplätzen verbunden ist“, sagt Geschäftsführer Gerd Purrmann.

Die Auslastung vorhandener Fahrzeuge ist bei der Spedition Petersen in Hessisch Oldendorf nicht das Hauptproblem. „Als reiner Spediteur vermitteln wir vor allem Frachten; selbst fahren ist nicht unser Hauptgeschäft, so Inhaber Rainer Petersen. Was in der Branche los ist, weiß er gleichwohl: „Nur wer ein finanzielles Polster hat, kann diese Krise überstehen.“   Petersen sieht angesichts des gnadenlosen Preiskampfes in dem Gewerbe eine „Bereinigung“ des Marktes voraus. Die besten Karten hätten vermutlich die Unternehmen, die beim Transport von Nischenprodukten, „die nicht jeder fahren kann“, einen Fuß in der Tür haben.



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