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Subway to Sally rocken als „Mystica“-Attraktion die Rattenfänger-Halle

Harte Klänge mit Dudelsack und Geige

Hameln. Eben noch strahlen Flammen eine blutrote Hitze aus, und schon im nächsten Moment liegt eisblaues Licht über der nebelverhangenen Bühne. Aus den Instrumenten der zu Beginn nur schemenhaft erkennbaren Musiker röhren satte Rockrhythmen, die vom markanten Gesang eines Bänkelsängers locker übertönt werden. Mit düster-melancholischen Geschichten und harten Klängen begeistern die Mittelalter-Rocker Subway to Sally am Freitag – als musikalisches Highlight des „Mystica Hameln“ Marktes – das Publikum in der nicht ausverkauften Rattenfänger-Halle.

veröffentlicht am 09.03.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 03:41 Uhr

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Autor:

Gabriele Laube
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25 Jahre Subway to Sally – und die Band um den gut gelaunten Frontmann und Sänger Eric Fish zeigt sich experimentierfreudig und klingt beinahe so frisch wie neu gegründet. So erhält zum Beispiel auch die Ballade „Kleid aus Rosen“ eine Frischzellenkur und Fish zeigt hier seine Dudelsackqualitäten.

In ihren Liedern reitet die Band auf wogenden Wellen und tanzt auf dem Vulkan: So dürfen „Das schwarze Meer“, „Henkersbraut“, „Sieben“ und „Tanz auf dem Vulkan“ nicht fehlen. In grünes Licht getaucht präsentiert die Band die Weltpremiere von „Mitgift“, ein weiterer Hardrock-Titel mit schwermütigem Text. Fish singt: „Nichts wird jemals gut. Mitgift ist die Liebe, die das Böse nährt“ – er wird begleitet von Drehleier, elektronischer Geige, treibenden Gitarren, Bass und Schlagwerk. Gar nicht traurig zeigt sich das mittelalterliche „Ad Mortem Festinamus“ – das Totentanzlied rockt. Beim bunt gemischten Publikum kommt die Mischung aus alten und neuen Liedern gut an: Wie ein wogendes Meer schwenken die Zuschauer die Arme zum Hardrock-Song „Grausame Schwester“, recken dazu die bekannte Pommesgabel, den Wutprotest des Heavymetal, empor. Mit einem lauten Knall endet das Konzert – natürlich erst nach der lautstark geforderten Zugabe „Julia und die Räuber“.

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