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Parkticket per Smartphone bezahlen

Handyparken in Hameln: Test bestanden

HAMELN. Beim Arzt oder im Bürgeramt dauert es länger – und an der Straße tickt die Parkuhr. Das kennt jeder. Wer kein Knöllchen riskieren will, musste in einem solchen Fall den Automaten neu mit Kleingeld füttern. Doch seit rund drei Monaten gibt es auch eine digitale Lösung. Wir haben das Handyparken erneut getestet.

veröffentlicht am 17.09.2018 um 18:16 Uhr

Volontär Moritz Muschik und Videoreporter Jan-Philipp Hullmann testen das Handyparken am Posthof. Foto: DANA
Muschik, Moritz

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Moritz Muschik Autor zur Autorenseite
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Seit rund drei Monaten können Hamelner die Parkzeit aus der Ferne anpassen – per App, Anruf oder SMS. Das Prinzip: Der Autofahrer kann die Parkzeit nach Bedarf stoppen oder im Rahmen der Höchstparkdauer verlängern. Das Handyparken soll Überzahlung und Verwarngelder wegen abgelaufener Tickets verhindern.

Bislang stehen vier Apps zur Auswahl: ParkNow, EasyPark, Yellowbrick und park.ME. Sie können kostenlos heruntergeladen werden. Die Stadt Hameln hat sich für die Plattformlösung der Initiative Smartparking entschieden, um den Wettbewerb zu gewährleisten. Einen Tag nach der Einführung funktionierte das Handyparken bei einem ersten Test der Redaktion aber noch nicht bei allen Anbietern reibungslos. Also haben wir einen erneuten Test durchgeführt – und am Posthof sowie in der Bahnhofstraße jeweils zwei Apps ausprobiert. Das Bezahlen per SMS oder Anruf haben wir nicht getestet.

Die wichtigsten Antworten:

Wurden Parkplätze erkannt? Ja – mithilfe der Standortsuche oder des Zonencodes am Parkautomaten. Nachdem wir das Kennzeichen angegeben hatten, konnten wir die Parkzeit im Rahmen der Höchstparkdauer anpassen.

Muss ich mich registrieren? Nicht immer. Bei ParkNow ist auch eine Abrechnung über den Mobilfunkanbieter möglich. Die anderen Apps erfordern eine Registrierung.

Wie kann ich bezahlen? Meist mit Kreditkarte oder per Lastschriftverfahren. ParkNow und EasyPark unterstützen PayPal. Bei park.ME haben wir auf den Bezahlvorgang verzichtet, da für den Bankeinzug eine Servicepauschale berechnet worden und anderenfalls Guthaben nötig gewesen wäre.

Werden Gebühren berechnet? Ja. Die Anbieter addieren jeweils Zuschläge auf die Parkgebühr. Bei ParkNow und Yellowbrick sind es 25 Cent pro Parkvorgang, bei park.ME wären es 19 Cent und bei EasyPark 15 Prozent der Parkgebühr – mindestens 49 Cent.

Sollte ich etwas hinter die Windschutzscheibe legen? Ja. Eine entsprechende Vignette ist beim Anbieter erhältlich. Notfalls reicht ein handgeschriebener Zettel.

Fazit: Wer bereit ist, zusätzlich zu zahlen, kann die Parkdauer per App komfortabel anpassen – und so auf Klimpergeld verzichten. Es braucht ein paar Minuten, um sich an eine App zu gewöhnen. Dann ist die Bedienung meist recht einfach.

Information

So kommt das Handyparken an

Noch nutzen das Handyparken wenige, aber der Trend ist positiv. Während die Stadt im Juni 74 Parkvorgänge über das Handyparken verbuchte, stieg die Zahl im Juli auf 199 und im August auf 351. „Auffällig ist, dass im Juni offenbar noch viele Tests vorgenommen wurden, was sich in der geringen Einzelgebühr von teilweise 5 oder 10 Cent widerspiegelt“, sagt Stadtsprecher Thomas Wahmes.

Bislang machen die Handyparkgebühren nach Angaben der Stadt Hameln noch einen sehr geringen Teil der Gesamteinnahmen an den Parkscheinautomaten aus. „Sie sind jedoch immerhin schon von ca. 0,18 Prozent im Juni über 0,53 Prozent im Juli auf etwa 0,95 Prozent im August gestiegen“, so Wahmes. Die positive Tendenz, die anhand der Zahlen sichtbar wird, sei das Entscheidende.

Handyparken finde offensichtlich immer mehr Akzeptanz, meint Wahmes: „Ich gehe davon aus, dass die Entwicklung weiter nach oben gehen wird.“ Ein solches Angebot müsse sich erst herumsprechen, es müsse bekannter werden, bis es sich irgendwann fest etabliert habe. „Aus meiner Sicht ist die Entwicklung in den vergangenen Monaten bereits ermutigend“, so der Stadtsprecher.



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