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Millionen-Auftrag Schulzentrum: Unternehmen hoffen auf Vermittlung

Handwerk sieht sich im Vorteil

HAMELN. Das Handwerk sieht bei dem 30-Millionen-Euro-Projekt Schulzentrum Nord wieder etwas Licht im Tunnel. Die Entscheidung des Rates, das Vergabeverfahren an einen Generalunternehmer zunächst zu stoppen und einen Runden Tisch einzuberufen, kommt bei den Betroffenen gut an.

veröffentlicht am 16.06.2016 um 15:14 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:56 Uhr

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Thomas Thimm

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Thomas Thimm Stv. Chefredakteur zur Autorenseite
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Der Kreishandwerksmeister Hauke Wilhelm Bente sagte am Donnerstag auf Nachfrage unserer Zeitung: „Ich bin zufrieden, dass man das Gespräch sucht, mit Fachleuten beide Seiten erörtern will und wir alle Argumente austauschen können.“ Vor allem sei es hilfreich, dass auch juristische Fachleute an dem Runden Tisch Platz nehmen würden, da „die Sachlage sehr komplex ist“, sagt Bente.

Nach seiner Darstellung zeige das Mittelstandsförderungsgesetz, „dass es nicht ganz einfach ist, einen Generalunternehmer einzusetzen“. Schließlich sei es auch von der Landesregierung in Hannover politisch gewollt, dass der Mittelstand – und somit nach Bentes Definition das jeweils heimische Handwerk – gefördert werden solle. Ob diese Förderung auch das lokale Füttern mit Aufträgen vor Ort beinhalten solle, darüber streiten derzeit die Gelehrten. In der Ratssitzung am Mittwochabend hatte sich zumindest die SPD klar positioniert. Fraktionschef Wilfried Binder sagte: „Wir Sozialdemokraten sind gegen einen Generalunternehmer und für die Vergabe an das heimische Handwerk.“

Dass Bauaufträge vor Ort nicht mal so mir nichts, dir nichts an die heimischen Handwerker vergeben werden können, weiß hingegen auch Bente. Schließlich gebe es in jedem Fall eine Ausschreibung, je nach Wert auch eine europaweite. Vor den Ausschreibungen habe das Hameln-Pyrmonter Handwerk jedoch „keine Angst“, sagt Bente. Schließlich hätten die Unternehmen vor Ort einen „klaren Standortvorteil“. Bente: „Bei uns fallen keine logistischen Kosten wie Anfahrten oder Unterbringung von Mitarbeitern an. Das senkt bei uns die Kosten, das müssen wir in unseren Angeboten nicht berücksichtigen.“ Und somit, so lautet Bentes Schlussfolgerung, könne das heimische Handwerk unter dem Strich günstiger anbieten als die Konkurrenz von außerhalb. Allerdings weiß Bente auch: „Eine Garantie, dass wir die Aufträge bei einer kleinteiligen Vergabe am Ende bekommen, gibt es natürlich nicht.“ Deshalb gelte es, nun am Runden Tisch klar und deutlich Überzeugungsarbeit zu leisten.



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