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Ein Überblick über die größten Aufgaben der Stadt: von der Altstadt bis zum Weserufer

Hamelns Millionenprojekte

HAMELN. Zahlreiche Großprojekte der Stadt Hameln sind aufs Gleis gesetzt worden, haben bereits Fahrt aufgenommen oder stehen erst noch an. In seiner Haushaltsrede am Mittwoch schilderte Oberbürgermeister Claudio Griese, wie die Aufgaben in 2019 und in den Folgejahren finanziell gestemmt werden sollen. Ein Überblick.

veröffentlicht am 10.01.2019 um 18:28 Uhr

Die Planung für die Umgestaltung der Promenade zwischen Pfortmühle und Elisabeth-Selbert-Schule (Foto), des Werders und des Stockhofs soll in diesem Jahr noch aufgenommen werden. Foto: Dana
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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Vom Bildungs- und Gesundheitscampus über die Aufwertung des Kuckucks bis zur Neugestaltung des Weserufers. Gewissermaßen nebenbei müssen kostspielige Brandschutzmaßnahmen getroffen werden. In seiner Haushaltsrede am Mittwoch schilderte Oberbürgermeister Claudio Griese, wie die Aufgaben in 2019 und in den Folgejahren finanziell gestemmt werden sollen. Ein Überblick.

Altstadt

In 2019 und 2020 will der OB jeweils eine Million Euro für den möglichen Kauf von Altstadthäusern zur Verfügung stellen. In den Folgejahren 2021 und 2022 will der OB jeweils 500 000 Euro bereitstellen. Außerdem soll ein Altstadtbeauftragter engagiert werden. Zudem: Bis 2021 sollen490 000 Euro zur Unterstützung von Privateigentümern bei der Sanierung von Altstadthäusern bereitgestellt werden. Umgekehrt wird die Stadt dafür aus dem Förderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz Altstadt“ mit 420 000 Euro bezuschusst.

Linsingen

6,2 Millionen Euro werden in die Nachnutzung des Kasernengeländes Linsingen investiert. Dort soll ein Bildungs- und Gesundheitscampus entstehen. „Die spannende Phase der Nachnutzung beginnt in diesem Jahr!“, verkündete Verwaltungschef Griese Griese in seiner Haushaltsrede am Mittwoch. Die meisten Kasernengebäude würden 2019 abgerissen. Die städtische Gesellschaft für sozialen Wohnungsbau und Projektentwicklung beginne mit der Vermarktung der Campus-Idee und der Landkreis treibe den für das Gelände geplanten Neubau der Elisabeth-Selbert-Schule voran. Die Stadt rechnet mit Fördermitteln aus dem Programm „Stadtumbau West“ in Höhe von 3,5 Millionen Euro.

SZ Nord

Das Schulzentrum befindet sich mitten im Bau. Für 2019 sind dafür 6,6 Millionen Euro etatisiert, 2020 und 2021 derzeit noch insgesamt 3 Millionen Euro. Oben drauf kommen noch 1,5 Millionen Euro für die Einrichtung der IGS sowie für die Sanierung von Fachunterrichtsräumen.

Kitas

In den Ortsteilen Sünteltal und Afferde sollen die Krippen erweitert werden. Dafür sind im Sünteltal in diesem Jahr 943 000 Euro Planungs- und Baukosten eingeplant, in Afferde 350 000 Euro. Am Aubuschweg in der Nordstadt soll für 2,2 Millionen Euro in Form einer „mobilen Raumlösung“ eine neue Kindertagesstätte entstehen.

GS Rohrsen

Die nötigsten Brandschutzmaßnahmen an der Grundschule Rohrsen sind 2018 getroffen worden, sodass der Schulbetrieb fortgeführt werden könne – allerdings nur für die Dauer von zwei Jahren. Deshalb plant der OB 2020 mit 500 000 Euro Planungskosten und anschließenden Baukosten in den Jahren 2021/22 in Höhe von 5,8 Millionen Euro.

Vikilu & Schiller

Über 4,8 Millionen Euro sind im Etat für die Erweiterung der Gymnasien Viktoria Luise und Schiller von G8 auf G9 eingeplant. Die Baumaßnahmen müssen aufgrund des landespolitischen Beschlusses, den 13. Jahrgang wieder einzuführen, 2020 abgeschlossen sein, so der OB.

Brandschutz

Weitere Brandschutzmaßnahmen an Schulen. Dafür will der OB jährlich 100 000 Euro vorhalten. An der Papenschule müssten 2019 noch 850 000 Euro in den Brandschutz gesteckt werden. An der Klütschule fallen in diesem Jahr noch 75 000 Euro für Brandschutzmaßnahmen und 145 000 Euro für Sicherheit in der Sporthalle an. 180 000 Euro sollen in den nächsten beiden Jahren an der Grundschule Afferde in Brandschutz investiert werden. An den Grundschulen Basberg und Niels Stensen sollen bis 2022 5,6 Millionen Euro in Brandschutz und Sporthalle gesteckt, über 5 Millionen Euro in den nächsten Jahren an der Theodor-Heuss-Realschule in Sanierung, Brandschutz und Schadstoffbeseitigung investiert werden.

Kuckuck

In diesem Jahr wird im Zuge der Quartiersentwicklung zunächst der Quartierstreff gebaut und der Spiel- und Bolzplatz neugestaltet. 2020 sollen auch die Marienthaler Straße ausgebaut werden. 3,9 Millionen Euro investiert die Stadt in die Wiederaufwertung des Kuckucks vorläufig. Zuschüsse erhält die Stadt aus dem Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ in Höhe von 1,5 Millionen Euro.

Bailey Park

Auf dem ehemaligen Militärgelände der Briten entsteht ein Wohngebiet mit „grünem Band“, das zu mehr Natur in der dicht besiedelten Nordstadt beitragen soll. Im September soll mit dem Bau von 52 Wohneinheiten begonnen werden. Kosten der Umbaumaßnahme: 3,7 Millionen Euro, Zuschuss aus dem Förderprogramm Stadtumbau West: 2,4 Millionen Euro.

Vorratsfläche

Flächen für Wohn- und Gewerbegebiete sind in Hameln rar geworden. Um für Bewohner und Wirtschaft als Stadt interessant zu bleiben, will der Oberbürgermeister mehr Geld für den Kauf von Grundstücken in die Hand nehmen: statt bisher 200 000 Euro im Jahr jeweils eine Million Euro in 2019 und 2020. Für die beiden Folgejahren hat Claudio Griese dafür jeweils 500 000 Euro vorgesehen.

Weserufer

Die Neugestaltung des Weserufers nimmt Fahrt auf: Die Planungsaufträge für die Neugestaltung des Werders sind ausgeschrieben, die für das Weserufer zwischen Elisabeth-Selbert-Schule und Pfortmühle sollen im Frühjahr vergeben werden. Für die Umgestaltung des Stockhofs ist zunächst eine Bürgerversammlung geplant. Für die Neugestaltung dieser drei Bereiche sind 1,2 Millionen Euro etatisiert. Förderzuschuss: 735 000 Euro.



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