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Landschaftsarchitekt aus Langenhagen präsentiert Politik Klüt-Konzept zur touristischen Nutzung

Hamelns Hausberg soll aufgewertet werden

Hameln (HW). Gefördert mit Mitteln der EU und des Landkreises Hameln-Pyrmont, soll der Klüt weiter zu einem touristischen Kleinod ausgebaut werden. Ein entsprechendes Konzept, wie sich Hamelns Hausberg in Zukunft präsentieren könnte und das in drei Workshops mit Verwaltungsvertretern erarbeitet worden ist, stellte jetzt der Landschaftsarchitekt Thomas Ostermeyer aus Langenhagen der Politik vor.

veröffentlicht am 30.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 02:21 Uhr

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„Der Klüt ist mit dem Forsthaus, dem Hochseilgarten, den Jugendeinrichtungen und vielleicht bald wieder einem Wellness-Hotel ein einzigartiger Raum für Naturerleben und Naturpädagogik. Er ist Teil des Stadttourismus, der von einigen Reiseveranstaltern eigens angefahren wird“, sagte Ostermeyer vor dem Ausschuss für Stadtentwicklung und sprach von einem großen Steigerungspotenzial. Der Architekt will insbesondere das Gebiet um den Finkenborn sowie die alte Wallanlage auf der Klütkuppe in den Mittelpunkt rücken und mit dem Bau von Aussichtsplattformen als Ausflugs- und Naherholungsziel für Touristen sowie Einheimische gleichermaßen aufwerten.

Nach den Vorstellungen des Landschaftsarchitekten soll das Wildgehege am Finkenborn künftig verschwinden, weil es nicht mehr zeitgemäß sei. „Wer guckt sich heute noch diese Tiere an, die sich ohnehin immer ganz weit hinten aufhalten?“, fragte er. Ein Teil dieses Areals solle deshalb als Parkfläche für 80 Fahrzeuge genutzt werden, „um die engen Zufahrtsstraßen zu entlasten“, wie Ostermeyer begründete. Der hintere Bereich könne dann als Veranstaltungswiese mit einer Minigolf-Anlage aus Naturelementen genutzt werden. Ein Betreiber dafür müsse allerdings noch gefunden werden. Die Kosten für die Rekultivierung des Geländes rund um den Finkenborn bezifferte Ostermeyer mit rund 174 000 Euro.

Auch auf der Klütkuppe gelte es zunächst, die schwierige Parksituation zu bereinigen. Als Höhepunkte sollen Aussichtsplattformen geschaffen werden, die die Struktur der alten Festungsanlage wieder aufnehmen und Panoramablicke über Hameln und ins Weserbergland ermöglichen sollen. „Dazu muss die Wallanlage von Wildwuchs befreit werden und auch der Rundweg, der jetzt geschottert ist, wird befestigt“, sagte Ostermeyer, taxierte das Investitionsvolumen auf etwa 200 000 Euro und regte für den südlichen Bereich perspektivisch an, eine Aussichtsterrasse zu errichten. „Eine Größenordnung, die sich Schritt für Schritt leisten lässt, denn der Klüt hat touristisch eine große Priorität“, unterstrich Volker Mohr, Fachbereichsleiter Planen und Bauen im Hamelner Rathaus.

Auch Behindertenparkplätze sollen künftig am Klütturm entstehen.

Die Politik zeigte sich angesichts des vorgestellten Konzeptes begeistert. „Es zeigt uns auf, was für Schätze wir haben, die noch gar nicht gehoben sind“, freute sich Hans Wilhelm Güsgen (FDP). Aus Reihen der Sozial- und Christdemokraten wurden spontan weitere Attraktionen angeregt. So schlug Karin Echtermann (SPD) vor, angesichts des zu erwartenden zunehmenden Verkehrs („Damit müssen wir dann leben“) im Sommer Fahrten mit Planwagen zum Klüt anzubieten. Walter Klemme (CDU) erinnerte sich an seine Jugend, als es auf dem Hamelner Hausberg noch eine Rodelbahn gab, und empfahl für den Winter, eine solche Freizeitanlage in das Konzept mit aufzunehmen.

„Unsere finanziellen Mittel sind begrenzt. Wir müssen sehen, welche Elemente in welcher Reihenfolge umgesetzt werden können“, bremste Jürgen Mackenthun (Grüne) die aufgekommene Euphorie. Die im Rat vertretenen Parteien wollen nun in den Fraktionen beraten, wie und in welcher Form das vorgestellte Konzept realisiert werden kann.



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