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„Ein ruhiger und sachlicher Kollege“

Hamelns früherer Stadtrat Eberhard Slawski mit 75 Jahren gestorben

Hameln. Er war das, was man im besten Sinne einen preußischen Beamten nennt: fleißig, zuverlässig, loyal. Eberhard Slawski, seit 1973 im Dienst der Stadt Hameln und bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahre 2001 Dezernent und Stadtrat, ist im Alter von 75 Jahren verstorben.

veröffentlicht am 17.02.2018 um 13:00 Uhr
aktualisiert am 17.02.2018 um 14:32 Uhr

Eberhard Slawski imJahr 1990. Foto: Archiv
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Autor

Christa Koch Reporterin

Der Jurist hatte zunächst das Rechtsamt geleitet und war ab 1977 in leitender Position auch für das Liegenschafts-, das Kultur- und das Schulamt verantwortlich. Ein spektakulärer Fall, mit dem er sich juristisch auseinandersetzen musste, war die Klage der Stadt Hameln gegen den Bau des Kernkraftwerks Grohnde. Mancher hat ihm damals nachgesagt, er lächele wenig. Was aber auch kein Wunder war, galt doch auch das Schulamt als eines der schwierigsten. Auseinandersetzungen mit Schulleitern, Pädagogen und Eltern waren da quasi das täglich Brot.

Während seiner Dienstzeit hat der Verstorbene viel in diesem Bereich geleistet: Die Konzeption für die Neuorganisation des Hamelner Schulwesens – ein enormer Kraftakt – geht ebenso auf sein Konto wie die engagierte Mitarbeit bei der Einführung der Orientierungsstufe.

Besonders am Herzen aber lag Slawski der Kulturbereich: Ob Rattenfänger-Literaturpreis, die 700-Jahr-Feier der Rattenfängersage oder der Tag der Niedersachsen im Jahre 1986 in Hameln – immer stand er mit Sachverstand und Engagement an vorderster Front, wenn es galt, die kulturelle Entwicklung der Stadt voranzutreiben. Eine Herzensangelegenheit eben.

Nicht zu verschweigen ist, dass es in diesem Zusammenhang durchaus auch Unstimmigkeiten gab. So hatte der Rat der Stadt Slwaski 2001 nicht, wie es möglich gewesen wäre, dazu verpflichtet, sich einer neuen Amtszeit zu stellen. Und so war der Dezernent Ende Oktober des Jahres in den vorzeitigen Ruhestand gegangen. Der damalige Oberbürgermeister Klaus Arnecke hatte dessen Entscheidung seinerzeit mit Bedauern akzeptiert und sagt rückblickend: „Ich erinnere mich gern an einen ruhigen und sachlichen Kollegen, der ebenso korrekt wie loyal war.“

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