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Mann soll Tochter seiner Lebensgefährtin jahrelang missbraucht haben

Hamelner verurteilt

Hameln. Das Landgericht Hannover hat einen Hamelner zu fünf Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Sein Verteidiger hatte fünf Jahre, die Staatsanwaltschaft sechs Jahre beantragt. Der Angeklagte Matthias R. hat gestanden, jahrelang die Tochter seiner Lebensgefährtin sexuell missbraucht zu haben. Das Mädchen musste deshalb nicht vor Gericht aussagen. Laut Anklageschrift haben sich die Taten zwischen 2010 und 2013 in Hameln ereignet. Anfangs soll das Opfer jünger als 14 gewesen sein, teilte Gerichtssprecher Dr. Martin Grote mit.

veröffentlicht am 30.01.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 10.10.2017 um 09:21 Uhr

Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Vor der Jugendkammer 1 musste sich der heute 55-jährige Mann, der seit Sommer vergangenen Jahres in Untersuchungshaft sitzt, wegen 15 Missbrauchsfällen verantworten. Fast alles, was ihm die Staatsanwaltschaft vorwirft, hat R. vor Gericht eingeräumt, lediglich ein Fall wurde eingestellt. Die Staatsanwaltschaft konnte bei ihren Ermittlungen auf Aufzeichnungen des Mannes zurückgreifen. Auf Computer und Handy hatte er sich Notizen gemacht. Man könnte auch sagen: Matthias R. hat über die Missbrauchsfälle Buch geführt.

Verurteilt wurde der Hamelner wegen zehnfachen schweren sexuellen Missbrauchs in Tateinheit mit Missbrauch von Schutzbefohlenen und wegen vierfachen sexuellen Missbrauchs. Über seinen Verteidiger Heinz Liepelt ließ der Mann Revision einlegen. Sein Mandant habe eine Grenze überschritten, die er nicht hätte überschreiten dürfen, sagt der Rechtsanwalt. Er warte jetzt auf die schriftliche Urteilsbegründung, erst danach werde entschieden, wie es weitergehen soll.

Nach dem Erwachsenenstrafrecht wird ein schwerer sexueller Missbrauch von Kindern mit mindestens zwei Jahren Haft bestraft. Geht es um mehrere Fälle, bildet das Gericht aus den Einzelstrafen eine Gesamtfreiheitsstrafe. Geständnisse wirken sich in der Regel strafmildernd aus.



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