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Hamelner Solarmesse in neuem Outfit

veröffentlicht am 23.08.2011 um 11:42 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:35 Uhr

Soltec

Hameln (bha). „Kurzfristig“ ist das Attribut, das in diesem Jahr die Solarmesse Soltec in mehrfacher Hinsicht kennzeichnet. In nur drei Wochen findet sie zum 16. Mal in Hameln statt, noch hängt kein Plakat, noch sind nicht alle Verträge mit den anvisierten Ausstellern unter Dach und Fach. Der neue Veranstalter expotec aus Berlin konnte erst vier Monate vor Messebeginn mit der Akquisition von Unternehmen beginnen und will in der kommenden Woche mit der weiträumigen Werbung für die Soltec starten. Eine Herausforderung: noch ein freies Plätzchen zwischen all den Wahl-Plakaten zu finden.

Noch wird die Aufmerksamkeit der Menschen auf die Kandidaten der Parteien gelenkt, so dass viele die Soltec als größte Solarmesse des Nordens, die sie wieder werden soll, gar nicht mehr im Hinterkopf hatten. Auch die potenziellen Aussteller offenbar nicht, wie Projektleiterin Annette Neuber sagt. Nachdem die Stadt Hameln sich gegen den bisherigen Veranstalter Rainer Timpe GmbH und für die expotec entschieden hatte, seien viele überrascht gewesen, dass die Soltec überhaupt noch stattfindet. Mit wie vielen Ausstellern expotec rechnet, will Neuber noch für sich behalten. Was offenbar nicht geklappt hat, ist, die Soltec schon in diesem Jahr internationaler zu machen. „Wir haben die Internationalität auf nächstes Jahr verschoben“, sagt Neuber. Für die internationalen Anbieter sei man zu spät gewesen. Die großen Unternehmen planten ihre Messebudgets im Herbst des Vorjahres, die kleinen und mittelständischen dagegen entschieden sich eher kurzfristig. 50 Prozent der Aussteller werden laut Neuber Unternehmen sein, die auch im vergangenen Jahr dabei waren und zur anderen Hälfte „neue und Wiederkehrer“.

Schwerpunkte der Messe, die vom 15. bis 18. September erstmals in Zelten im Bürgergarten und nicht auf dem Rathausplatz stattfindet, wird erneut die Photovoltaik sein. Erstmals ist die Messe auf drei Tage beschränkt. Der neu ins Leben gerufene Messebeirat hatte laut Neuber erklärt, dass der Donnerstag immer schwach gewesen sei – jetzt wurde er gestrichen. Das im vergangenen Jahr erstmals angebotene Thema „Geothermie“ wird diesmal ausgeweitet, und wer Fragen zu Biomassenutzung, Wärmepumpen, Wind- und Wasserkraftanlagen hat, findet dort Experten, die Antworten haben sollen. Neu hinzu kommt in diesem Jahr der Bereich „Elektromobilität“. Mit VW werde noch verhandelt, ob Elektroautos zur Verfügung gestellt werden könnten, sagt Hamelns Wirtschaftsförderer Dietmar Wittkop. Auch E-Bikes sollen auf der Soltec zum Einsatz kommen.

Wittkop ist von der Zusammenarbeit mit dem neuen Veranstalter und dem bislang aufgestellten Rahmenprogramm begeistert und benutzt Superlative. Es sei eine „ganz hervorragende Zusammenarbeit“, und es sei ein „hervorragendes Begleitprogramm“, das zusammen unter anderem mit der Weserbergland AG, der Klimaschutzagentur Weserbergland und dem Solarforschungsinstitut ISFH erarbeitet wurde. Auch mit der Anzahl der Aussteller hält er nicht hinterm Berg: „Wir rechnen mit 80“, sagt er. Das Begleitprogramm zur Messe findet im Weserbergland-Zentrum statt. Dort soll auch für das breite Publikum ein Film gezeigt werden, der in engem thematischem Zusammenhang mit der Soltec und für eine Vision steht: „Die 4. Revolution“. Darin wird die Idee einer Welt verfolgt, in der der Bedarf nach Elektrizität und Wärme zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien stammt. Vor allem Schulklassen sollen der Einladung, den Film anzusehen, folgen, so Neuber Vorhaben.

Jahrelang ist die Soltec mit rot-weißem Layout aufgetreten, doch auch das gehört der Vergangenheit an. „Timpe hatte sich das Logo sichern lassen“, sagt Neuber, und so musste die hauseigene Grafikerin ran, um ein neues Corporate Design zu entwickeln. Im Vordergrund sollte dabei „das Sonne-Gefühl stehen“, beschreibt Neuber die Vorgaben für die Farbgestaltung. Die grünen Zweige sollen als Stellvertreter für Natur und Biomasse stehen. „Nächste Woche fangen wir an mit der Werbung“ in Plakatform, in der darauf folgenden Woche gehe es dann richtig los. Wie hoch das Budget angesetzt ist, das zur Bewerbung der Hamelner Messe angesetzt ist, zählt zu den Interna, die Neuber nicht preisgibt.

Einen Zuschuss erhält die Soltec auch in diesem Jahr wieder; allerdings fällt er niedriger aus als im Vorjahr. „30 000 Euro Sonderförderung“ statt 50 000 Euro kommen aus Hannover, sagt Wittkop. Ob Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander die Soltec wieder eröffnen wird, ist noch nicht sicher. Angefragt worden sei er, sagt Wittkop.



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