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Reihe wird ab Februar mit vier Konzerten fortgesetzt / Vorverkauf hat begonnen

Hamelner Serenaden in alter Größe

HAMELN. Sie gehören zu Hameln wie der Rattenfänger; gut, fast, aber für viele Musikliebhaber sind die Hamelner Serenaden, die es seit vielen Jahrzehnten gibt, ein Muss. Im vergangenen Jahr war die Reihe von vier auf drei Abende verkürzt worden, für dieses Jahr warten die Organisatoren erneut mit vier Konzerten auf.

veröffentlicht am 03.01.2018 um 17:33 Uhr
aktualisiert am 04.01.2018 um 10:04 Uhr

Das Trio Roseau spielt am 3. Februar im Haus der Kirche. Foto: Iréne Zandel
Birte Hansen

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Birte Hansen-Höche Reporterin zur Autorenseite

Erstmals dafür zuständig war Jürgen Harms, Pastor im Ruhestand, der, wie er zugibt, leise Bedenken gehegt hatte, ob es ihm als Nachfolger von Hans Christoph Becker-Foss, sozusagen als Außenseiter der Musikszene ebenfalls gelingen kann, hochkarätige Musiker zu bezahlbaren Konditionen zu buchen. Es hat geklappt, das Programm steht. Am Samstag, 3. Februar, macht das Trio Roseau ab 19.30 Uhr den Auftakt.

Der Saal im Haus der Kirche bildet wie gewohnt die Bühne. Zuerst also drei Musiker, die Werke unter anderem von Mozart, Ibert und Piazzolla präsentieren. Ihr Name Roseau bedeutet Schilfrohr und weist auf die Instrumente hin; alle mit Mundstück: Oboe, Klarinette, Fagott – „eine seltene und reizvolle Konstellation, die Lust auf mehr macht“, heißt es in der Ankündigung. Das Trio besteht aus den mehrfachen Preisträgern Rachel Frost (Oboe), Ulf-Guido Schäfer (Klarinette) und Malte Refardt (Fagott); seinen ersten Auftritt hatte es vor fast sechs Jahren. Sowohl Schäfer als auch Refardt spielen als Solisten bei der NDR-Radiophilharmonie, Frost ist seit 1992 Solo-Englischhornistin und Oboistin des „Chamber Orchestra of Europe“.

Nur einen Monat später, am 3. März, um 19.30 Uhr, kommt Cora Irsen nach Hameln, um die Serenaden-Reihe fortzusetzen. Sie wird nicht nur Lieder der französischen Pianistin Marie Jaëll auf dem Flügel spielen, sondern auch aus der Biografie lesen, die Irsen über die besondere Komponistin – „ein Wunderkind“ – geschrieben hat. Die Werke für Klavier, die Jaëll geschrieben hat, spielte Irsen im Jahr 2016 mit dem WDR ein und wurde dafür mit dem Echo-Klassik-Preis ausgezeichnet.

Zwei weitere Serenaden werden im Oktober und November präsentiert: Am 13. Oktober tritt das Trio L‘Ondine, bestehend aus Laura Moinian am Cello, Asen Tanchev am Klavier und Dainis Medjankis an der Geige, im Haus der Kirche auf. Am 17. November bildet ein Liederabend in Kooperation mit dem Theater Hameln den Abschluss der Serenaden. Dann sind Peter Schöne (Bariton) und Eduard Stan am Piano zu Gast.

Meist locken die Serenaden ein erfahrenes Stammpublikum an, weiß Jürgen Harms, doch auch neue und vor allem junge Gäste seien sehr willkommen. Deshalb gebe es erneut erheblich vergünstigte Tickets für Schüler und Studenten, aber auch für Arbeitslose, um allen Interessierten den Zugang zu diesen Konzerten zu ermöglichen. Sie zahlen 6 Euro; alle anderen erhalten die Karten im Vorverkauf oder am Konzerttag an der Abendkasse für 18 Euro.

Ein Großteil der Kosten von etwa 6700 Euro soll, so der Plan, über die Eintrittspreise gedeckt werden; um „weiterhin Kammermusik auf hohem Niveau präsentieren zu können, sind die Hamelner Serenaden auf Zuschüsse und Spenden angewiesen“, sagt Jürgen Harms. In den vergangenen Jahren hat vor allem der Lions-Club die Serenaden großzügig bedacht.


Eintrittskarten gibt es ab sofort im Vorverkauf im „Q’antati“-Weltladen im Erdgeschoss des Hauses der Kirche in Hamelns Fußgängerzone Am Markt.

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